Schweden - Der schwedische Ombudsmann für Gleichberechtigung, Claes Borgström, verlangt den WM-Boykott seines Landes wegen der im Sommer in Deutschland zu erwartenden Zwangsprostitution.
Borgström sagte im Rundfunk: Wir können uns nicht an einer Veranstaltung beteiligen, die den modernen Sklavenhandel fördert. Nach inoffiziellen Schätzungen werden im Juni bis zu 40 000 Zwangsprostituierte erwartet. Während Schwedens Fußballverband SFF einen Boykott ablehnte, sagte Justizminister Thomas Bodström: Natürlich muss man erwarten, dass auch die Sportverbände ihren Beitrag zum Kampf gegen die Prostitution leisten. Es sei zu begrüßen, dass der Ombudsmann die Debatte über dieses Problem neu belebt habe.
Ombudsmann Borgström begründete seine Initiative damit, dass ein schwedischer WM-Boykott als Signal gegen den Menschenhandel mit Frauen im Sex-Gewerbe weltweit Beachtung finden werde. Der Kauf sexueller Dienste wird seit 1999 in Schweden bestraft. Hier kommen Freier vor Gericht, nicht aber Prostituierte.
Fußballverbandschef Lars-Ake Lagrell lehnte die Boykottforderung als naiv ab. Schweden würde danach vom Weltfußballverband von der folgenden WM ausgeschlossen werden. Man dürfe nicht einer ganzen Nation die Freude an diesem großen Ereignis kaputt machen. Er sagte weiter: Wir müssen uns in Deutschland ganz auf den deutschen Zoll und die Polizei verlassen. Der Chef der Linkspartei, Lars Ohly, kritisierte Lagrells Haltung als fast höhnisch gegenüber einem berechtigten und ernsten Anliegen.
Neuer Vertrag für Löw noch kein ThemaKarate KidDie Sprüche vom 34. SpieltagWuppertaler SV gewinnt 1:0 bei Hertha BSC IIWerder-Profi Davala droht HaftKaiserliche Schelte für Ballack nach PokalsiegMünchen zu Hause ungeschlagen: 2:2 gegen NöttingenLob von Schuster, aber Werder unter ZugzwangWerder glänzt und holt Stuttgart wieder auf dem BodenBayern kämpfen weiter um Sagnol1324 |
1086 |
1887 |
1906 |
1353 |
13166 |
13277 |
13329 |
13170 |
13512 |