Chemnitz distanziert sich von Krawallen | 2006-04-03
Chemnitz - Der Chemnitzer FC hat sich von den Fan-Ausschreitungen rund um das Spiel beim FC St. Pauli distanziert und Sanktionen für die Verursacher angekündigt.
Wenn wir die Namen ermitteln, werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten Konsequenzen ziehen, sagte der Sprecher des Fußball-Regionalligisten, Sven-Uwe Kühn. Dabei kämen vor allem Haus- und Stadionverbote in Frage. Zugleich betonte Kühn, dass die Anhänger des sächsischen Vereins bislang nicht als Randalierer auffällig geworden sind. Die Vorfälle in Hamburg seien eine Ausnahmeerscheinung gewesen.
Bei den Krawallen rund um das Regionalligaspiel am 1. April hatte die Polizei nach eigenen Angaben 55 Fans in Gewahrsam und neun vorläufig festgenommen. Mehr als 500 Polizisten waren im Einsatz, zwei wurden leicht verletzt. Während des Spiels hatten Zuschauer aus dem Chemnitzer Fanblock die St.-Pauli-Fans mit rechten Parolen provoziert und mit Feuerwerkskörpern für eine Spielunterbrechung gesorgt. Die Auseinandersetzungen setzten sich nach dem Spiel fort.