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Auch Wörns kritisiert Entscheidung der T-Frage | 2006-04-08


Dortmund - Ex-Nationalspieler Christian Wörns hat in der Torwartfrage deutliche Kritik an Bundestrainer Jürgen Klinsmann geübt. Die Entscheidung hat natürlich wieder einen faden Beigeschmack, sagte der Kapitän von Borussia Dortmund.

Klinsmanns Begründung, dass Jens Lehmann die neue Nummer eins ist, weil er der bessere Fußballer sei, konnte Wörns nicht nachvollziehen: Das sind fadenscheinige Gründe. Klinsmann hatte Wörns Ende Februar aus der Nationalmannschaft ausgemustert, nachdem ihn der Borussen-Verteidiger als link und unehrlich bezeichnet hatte.

In einem Interview mit der Tageszeitung Ruhr Nachrichten hatte Wörns bereits vor dem Spieltag seine Kritik an Bundestrainer Jürgen Klinsmann verschärft. Er spielt die Menschen gegeneinander aus, sagte Wörns. Dabei bezog er sich speziell auf die zu dem Zeitpunkt noch nicht entschiedene Torhüterfrage zwischen dem Münchner Oliver Kahn und Jens Lehmann.

Kahn sagt, Klinsmann habe ihm bestätigt, dass er die Nummer eins sei. Dann fragt der Lehmann beim Klinsmann nach, ob das denn so stimmt und erhält die Antwort, so habe er, also Klinsmann, das nie gesagt, meinte Wörns. Ihm könne niemand erzählen, dass der Bundestrainer die Torhüterfrage für die WM in Deutschland noch nicht entschieden habe. Wörns: Sollen sich die betroffenen Spieler all die Aussagen eingebildet haben?

Derzeit wisse Wörns wirklich nicht, ob er Klinsmann auf der Straße grüßen würde. Auch Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff wird von Wörns kritisiert. Er habe immer das Gefühl, dass Akteure, die einen guten Draht zu Bierhoff haben, etwas mehr wissen als andere. Und das wäre nicht in Ordnung, sagte der 33 Jahre alte Wörns.

Als Konsequenz aus seiner Kritik am Bundestrainer spürt Wörns, dass die Leute mehr Respekt vor mir haben, weil ich bei der Nichtberücksichtigung durch Jürgen Klinsmann klar meine Meinung gesagt habe. Es sei wohl etwas dran, dass im Fußball nur der etwas gelte, der anecke: So pervers das klingen mag. Dabei habe er ein Gefühl der Zufriedenheit: Es arbeitet sich natürlich leichter und lockerer, wenn man aus allen Richtungen Zuspruch erfährt.


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