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1. FC Köln versetzt 1860 München ersten Dämpfer | 2007-09-01


München - Auch ohne den gesperrten Christoph Daum auf der Trainerbank hat Aufstiegsfavorit 1. FC Köln Tabellenführer TSV 1860 München im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga einen ersten Dämpfer versetzt, aber beim 1:1 (0:0) einen möglichen Sieg verpasst.

Die Rheinländer waren vor der Saison-Rekordkulisse von 50 400 Zuschauern in der Münchner Allianz Arena die bessere Mannschaft und gingen auch durch den zur Pause eingewechselten Angreifer Milivoje Novakovic in der 67. Spielminute verdient in Führung. In der packenden Schlussphase kamen die Löwen durch einen umstrittenen Foulelfmeter, den Gregg Berhalter sicher verwandelte (78.), noch zum glücklichen Ausgleich.

Kompliment, wie die Mannschaft nach dem 0:1 zurückgekommen ist, kommentierte 1860-Trainer Marco Kurz. Mit zehn Punkten behaupteten die Löwen ihren Spitzenplatz und wahrten den Vorsprung von drei Punkten auf die Kölner, deren Co-Trainer Roland Koch mit dem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) haderte, sich aber öffentlich zurückhielt: Das war eine sehr unglückliche Situation. Dazu werde ich jetzt nichts sagen, dazu werde ich mich erst nach dem nächsten Spiel auslassen. Abwehrspieler Youssef Mohamad hatte bei seiner Grätsche im Strafraum gegen 1860-Profi Timo Gebhart den Ball getroffen, aber auch den Gegenspieler. So müssen wir uns mit einem Punkt begnügen, ärgerte sich Koch über den verpassten Auswärtssieg.

Für den wegen seiner überzogenen Schiedsrichter-Kritik für zwei Spiele gesperrten Daum hatte der Assistent die Regie auf der Kölner Bank. Die Rheinländer wirkten gut eingestellt auf den Tabellenführer, waren gut organisiert und reifer in der Spielanlage. Schon zur Halbzeit hätten die Gäste, bei denen viel über den mit Pfiffen der Münchner Zuschauer bedachten Ex-Löwen Nemanja Vucicevic lief, führen müssen. Nach Flanke von Matthias Scherz köpfte aber Thomas Broich freistehend an die Latte (18.). Und neun Minuten später sprang Scherz nach präzisem Zuspiel von Nationalspieler Patrick Helmes der Ball zu weit vom Fuß.

Die Löwen hatten Probleme, ihr Spiel gegen die gut gestaffelten Kölner zu entwickeln. Berkant Göktan wurde in der Mittelfeld-Zentrale von Aleksandar Mitreski auf Schritt und Tritt beschattet, der fleißige Torjäger Antonio di Salvo war in der Spitze auf sich allein gestellt. Erst nach dem 0:1 legten die Münchner ihre Zurückhaltung ab und griffen beherzter an. Die Chance zum glücklichen Ausgleich ließ sich Berhalter beim Strafstoß nicht nehmen. Die Kölner haben stark gespielt, da muss man mal mit einem Punkt zufrieden sein, meinte 1860-Manager Stefan Reuter.


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