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Drei Fragen an Walther Tröger | 2006-03-22


Hamburg - Walther Tröger, Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), sprach mit der Deutschen Presse-Agentur über die Fußball-WM in Deutschland.

dpa: Was erwarten Sie von der WM 2006?

Tröger: Es wird eine Weltmeisterschaft sein, die unserem Image entspricht. Mit anderen Worten, die Organisation wird fantastisch sein. Die Sicherheit wird auch sehr hoch sein, was ja bei einem solchen Event zu einem wichtigen Thema geworden ist. Ich glaube auch, dass die zwölf Stadien perfekt sind und der Transport von Mannschaften, Fans und Journalisten problemlos laufen wird. Sportlich werden wir auch ein gutes Turnier sehen, und ich hoffe, die deutsche Mannschaft wird eine gute Leistung zeigen, obwohl ich nicht weiß, ob das reicht.

dpa: Was sind Ihre stärksten Erinnerungen an bisherige WM-Turniere?

Tröger: Alle Spiele mit Deutschland hatten für mich eine besondere Bedeutung, aber wenn ich wählen müsste, dann die gewonnenen Endspiele. Der Sieg in der Schweiz 1954 war wichtig und sehr emotional, weil es kurz nach dem 2. Weltkrieg war. 1974 war einfach eine große Feier, weil wir zu Hause gewannen. Und der Sieg 1990 war auch speziell, weil er wegen der Wiedervereinigung großen symbolischen Wert hatte.

dpa: Wer hat diesmal die größten Chancen?

Tröger Ich glaube, Deutschland und Brasilien werden wieder im Finale sein. Unsere Jungs können, glaube ich, von den Zuschauern ins Endspiel getragen werden. Die Brasilianer können ohne Zweifel den besten Fußball spielen. Leider, glaube ich, dass Brasilien nochmal gewinnen wird mit einem ähnlichen Resultat wie 2002, aber ich hoffe natürlich auf einem anderen Ausgang.


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