Kritik an FIFA-Entscheidung gegen Geflügelprodukte | 2006-03-22
Mainz - Das rheinland-pfälzische Umweltministerium und die Geflügelwirtschaft haben Pläne des Fußballweltverbandes FIFA kritisiert, Geflügelprodukte zur Fußball-Weltmeisterschaft aus den Stadien zu verbannen.
Es gibt keinen vernünftigen Grund für diese Entscheidung, sagte Umweltministerin Margit Conrad (SPD) in Mainz. Dies schade in hohem Maße und ohne Not der Geflügelwirtschaft. Geflügelfleisch und Eier könnten in Deutschland bedenkenlos verzehrt werden, wenn die üblichen Hygieneauflagen beachtet würden und das Fleisch durchgegart sei.
Der Caterer Aramark, der für die WM-Bewirtung zuständig ist, will in Stadien keine Geflügelprodukte anbieten. Das sei mit dem Fußballweltverband FIFA vereinbart worden und im Hinblick auf die Vogelgrippe rein präventiv, hatte Deutschland-Geschäftsführer Udo Luerssen in einem Zeitungsinterview gesagt. Nur Gerichte aus Rind- und Schweinefleisch würden in den Spielstätten angeboten.