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Real-Präsident: Ich weiß, wer neuer Trainer ist | 2006-03-22


Madrid - Real Madrid ist auf der Suche nach einem Trainer für die kommende Saison offenbar fündig geworden. Präsident Fernando Martín schweigt sich über den neuen Übungsleiter aber noch aus.

Ich weiß, wer der neue Trainer ist. Ich nenne aber keine Namen sagte der Real-Boss in einem Interview der spanischen Zeitung El Mundo, das auch auf dem Vereins-Homepage veröffentlicht wurde. Dem momentanen Cheftrainer Juan Ramon Lopez Caro wird keine Chance auf ein langfristiges Engagement in dieser Position bei den Königlichen eingeräumt.

Nach einer erneuten Saison ohne Titelgewinn und dem Ausscheiden in der Champions League bereits im Achtelfinale wird in Madrid seit längerem heftig über die Besetzung des Trainerpostens spekuliert. Als Kandidat wurde zuletzt auch der deutsche Bernd Schuster ins Gespräch gebracht. Der Ex-Spieler von Real trainiert derzeit den Liga-Konkurrenten FC Getafe.

Als weitere Anwärter wurden auch Arsene Wenger (FC Arsenal), Rafael Benitez (FC Liverpool) und Carlo Ancelotti (AC Mailand) genannt, die jedoch ablehnten. Auch der ehemalige Real-Coach Vincente del Bosque, der frühere Real-Spieler Hugo Sanchez und Englands nach der WM im Sommer scheidender Nationalcoach Sven-Göran Eriksson wurden wie Fabio Capello von Juventus Turin gehandelt.

Martín sagte, er habe so intensiv gesucht wie nötig, weil es sich um ein größeres Projekt handele. Der Präsident möchte jetzt zudem die Mannschaft umstrukturieren, aber dabei auch die jetzigen Spieler und deren Verträge respektieren. Bei der Umstrukturierung soll der neue Trainer eine große Rolle spielen. Zuletzt war über einen möglichen Abschied von Brasiliens Ronaldo und Frankreichs Ex-Weltmeister Zinedine Zidane aus dem Madrider Starensemble spekuliert worden.

Seine eigene Position will Martín vorerst nicht durch eine Abstimmung bestätigen lassen, da ein Präsidenten-Wahlkampf den Verein in weitere Turbulenzen stürzen könnte. Ein Verein kann sich in dieser Situation nicht zusätzlich lähmen, sagte Martín. Er fühle sich als legitimer Nachfolger des Ende Februar zurückgetretenen Florentino Pérez. Martín will den Posten als Real-Chef langfristig innehaben. Ich habe jede Wahl gewonnen, an der ich teilgenommen habe und werde auch 2008 gewinnen, sagte er.


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