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VfB mit erstem Sieg unter Veh: 2:1 gegen Mainz 05 | 2006-02-19


Stuttgart - Fußball-Bundesligist VfB Stuttgart hat im dritten Anlauf unter dem neuen Trainer Armin Veh endlich den ersten Sieg gefeiert.

Danijel Ljuboja (7.) und Christian Tiffert (71.) erzielten beim 2:1 (1:1) über den FSV Mainz 05 vor rund 28 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion die Tore für die Schwaben, die zum ersten Mal in diesem Jahr gewannen und sich in der Bundesliga-Tabelle auf den sechsten Rang verbesserten. Das war ein extrem wichtiger Sieg. Wenn wir nicht gewonnen hätten, hätten wir auch wieder nach unten schauen müssen, sagte Veh nach der wechselvollen Partie.

Für die Mainzer, die nach der bereits neunten Auswärts-Niederlage weiterhin auf Platz 15 mitten in der unmittelbaren Abstiegszone verharren, traf Antonio da Silva (25.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Wir hätten gewinnen können, sind aber trotzdem ein verdienter Verlierer, erklärte Trainer Jürgen Klopp.

Der VfB präsentierte sich von den beiden zurückliegenden 1:2-Pleiten in der Liga bei Arminia Bielefeld und im UEFA-Cup gegen den FC Middlesbrough zunächst erstaunlich gut erholt und, wie von Veh angekündigt, offensiver als unter seinem Vorgänger Giovanni Trapattoni. Schon nach 23 Sekunden strich ein Volleyschuss aus gut 20 Metern von Thomas Hitzlsberger nur knapp am rechten Pfosten vorbei.

Sechs Minuten später lag der Ball dann erstmals im Mainzer Tor. Ljuboja nahm einen Super-Pass von Andreas Hinkel in Mittelstürmer-Position an der Strafraumgrenze auf und lupfte das Streitobjekt über den Gäste-Keeper Christian Wetklo hinweg zu seinem fünften Saisontreffer ins Netz. Die Führung hielt allerdings nur gut 20 Minuten. Dann nutzte Da Silva eine stuttgarter Defensivschwäche zu einem platzierten Schuss von der Strafraumgrenze zu seinem dritten Saisontor, bei dem VfB-Schlussmann Timo Hildebrand keine Abwehrchance hatte. Unsere Spieler haben viel zu weit weg gestanden. Das darf nicht sein, haderte Veh.

Der unerwartete Ausgleich setzte Kräfte frei, die man bei der auswärtsschwächsten Mannschaft der gesamten Liga kaum vermutet hätte. Mit geschicktem Flügelspiel drang Mainz immer wieder in die gegnerische Gefahrenzone vor und wäre vor dem Halbzeitpfiff fast noch mit der Führung belohnt worden. Der schon geschlagene Hildebrand konnte aber froh sein, dass der Kopfball von Benjamin Auer von der Latte aufgehalten wurde (40.).

Nur kurz nach dem Wiederanpfiff stand Stuttgarts Nummer eins erneut im Blickpunkt, als er einen Distanzschuss von Christian Demirtas (52.) an den linken Posten lenken konnte. Der VfB blieb die Antwort in der ausgeglichenen Partie, die nach dem Wechsel an Niveau verlor, nicht schuldig. Der Kopfball von Christian Tiffert, der erstmals die zentrale Mittelfeldposition übernommen hatte, wurde nach exakt einer Stunde aber von Wetklo glänzend pariert.

Gut zehn Minuten später aber machte sich Stuttgarts neuer Regisseur mit der neuerlichen Führung selbst das schönste nachträgliche Geburtstagsgeschenk. Der 24-Jährige schloss eine tolle Kombination über fünf Stationen überlegt ab und stellte damit die Weichen auf den schwer erkämpften Sieg, den erneut Ljuboja (79.) und Zvonimir Soldo (83.) noch hätten ausbauen können.


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