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Fürth stoppt Bochumer Siegeszug | 2006-02-19


München - Die Siegesserie des VfL Bochum ist gerissen, aber der direkte Wiederaufstieg scheint nicht in Gefahr.

Am 22. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga büßte der Ex-Bundesligist mit dem 1:1 im Spitzenspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth nach fünf Siegen hintereinander allerdings erstmals zwei Punkte ein, behauptete aber die souveräne Tabellenführung. Mit dem Punkt können wir gut leben, schließlich können wir nicht alle Spiele gewinnen, sagte Bochums Torhüter René Renno. Der VfL ist eine Spitzenmannschaft, meinte Fürths Trainer Benno Möhlmann, die haben eine halbe Stunde ganz schlecht gespielt und trotzdem nicht verloren.

Mit dem SC Paderborn, der Hansa Rostock mit 3:0 deklassierte, reihte sich die Überraschungsmannschaft der Saison als Tabellenvierter in den engeren Kreis der Aufstiegsanwärter ein. Der Karlsruher SC, der SC Freiburg und Fürth gehören ebenfalls dazu, auch wenn Möhlmann nach dem Remis in Bochum den Aufstieg überraschend vertagte: Vielleicht im nächsten Jahr. Im Moment sind andere Dinge wichtiger. Alemannia Aachen und Energie Cottbus, die sich am 20. Februar gegenüberstehen, mischen auch noch mit.

Im Kampf um den Klassenverbleib hatte Trainer Rudi Bommer bei der Rückkehr an seine alten Arbeitsplatz kein Glück. Der 1. FC Saarbrücken verlor bei Wacker Burghausen mit 0:2. Marek Krejci (34.) und Dragan Bogavac (44./Foulelfmeter) trafen für die Oberbayern. Auch der FC Erzgebirge Aue ging beim 0:1 gegen die SpVgg Unterhaching leer aus. Neben drei Punkten verloren die Veilchen Tomasz Kos, der nach einer Notbremse gegen Robert Lechleiter Rot sah. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Stefan Buck (45.). Bereits am Freitag hatte Dynamo Dresden in Braunschweig mit 0:1 verloren. Die Partie Siegen gegen Ahlen war wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausgefallen.

Im Spitzenspiel vor 17 157 Zuschauern im Bochumer Ruhrstadion gab es keinen Sieger. Nachdem Christian Timm (59.) die glückliche VfL- Führung durch Zvjezdan Misimovic (44.) ausgeglichen hatte, machte der Ex-Bundesligist erst in der Schlussphase des ausgeglichenen Spiels mächtig Druck, doch der ausgezeichnete Fürther Torhüter Borut Mavric ließ keinen weiteren Treffer mehr zu.

Der seit sechs Spielen ungeschlagene SC Paderborn schnuppert nach dem überraschend klaren Erfolg gegen Rostock an den Aufstiegsplätzen, doch für Trainer Jos Luhukay ist Platz vier nur eine Momentaufnahme. Wir brauchen erst mal 40 Punkte, danach sehen wir weiter. Roel Brouwers (13.), Markus Krösche (17.) und Hüzeyfe Dogan (19.) trafen für den Aufsteiger.

Der KSC behauptete trotz des 1:1 im badischen Gipfeltreffen am Freitag gegen Freiburg Platz drei, aber Trainer Edmund Becker will erst im April über das Thema erste Liga nachdenken. Volker Finke hat unterdessen den Kampf noch nicht aufgegeben. Nach 34 Spieltagen wird abgerechnet, sagte der Freiburger Coach.

Bei den Münchner Löwen ist nach acht sieglosen Spielen in Serie die Bundesliga in weite Ferne gerückt. Wenn du zu Hause gegen Offenbach nicht gewinnst, dann brauchst du nicht von Aufstieg zu reden, sagte 1860-Manager Stefan Reuter nach dem 1:1 am Freitag gegen die Kickers. Neuzugang Steffen Hofmann macht sich sogar Sorgen um den Klassenerhalt. Natürlich müssen wir nun in beide Richtungen schauen, eher nach unten, sagte der Spielmacher.


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