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Schalkes Mission: Bayern stoppen - Ribéry fehlt | 2007-07-27


Leipzig - Ein Titel, zwei Millionen Euro und viel Selbstvertrauen für die Bundesliga: Beim ersten Endspiel der Saison 07/08 will der FC Schalke 04 der scheinbaren Übermannschaft des FC Bayern den ersten Dämpfer versetzen.

Dabei bekommen die Königsblauen es aber nur mit der zweiten Garde der viel gepriesenen Münchner Traum-Offensive zu tun. Zwar kehrt Miroslav Klose beim Finale des Fußball-Ligapokals in Leipzig wieder ins Team zurück, doch der bislang überragende Mittelfeldregisseur Franck Ribéry fehlt wegen einer Knieverletzung. Es wird interessant, wie es ohne ihn läuft, sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld nach dem Abschlusstraining in München. Wir wollen den Wettbewerb aber auch mit Personal-Problemen gewinnen.

In Ribéry, der nach der leichten Blessur ein oder zwei Tage nach dem Finale wieder ins Training zurückkehren soll, Luca Toni, Lukas Podolski, Jan Schlaudraff und vermutlich noch dem erkrankten Bastian Schweinsteiger fehlt ein Großteil der hoch gehandelten Angriffs-Power. Umso mehr könnte die Partie gegen den in Wunschformation antretenden Champions-League-Teilnehmer zu einer Belastungsprobe für die in der vergangenen Saison so wackeligen und bislang noch nicht geforderten Bayern-Hintermannschaft werden.

Defensiv sind wir komplett und es ist wichtig, dass wir weiterhin zu Null spielen, forderte Kapitän Oliver Kahn vor dem für ihn nicht sonderlich bedeutsamen Finale, bei dem allerdings der für das Mittelfeld wichtige Mark van Bommel fehlt. Der Niederländer wurde wegen krass sportwidrigen Verhaltens in der Partie gegen den VfB Stuttgart vom Sportgericht des DFB für drei Ligapokal-Spiele gesperrt und fehlt auch gegen Schalke.

Natürlich geht es da ums Prestige, aber ich weiß nicht, was man da für eine Marke setzen soll, sagte Kahn. Das sieht man bei den Bundesliga-Konkurrenten anders: Gegen Werder Bremen im Viertel- und Stuttgart im Halbfinale herrschte die neue Millionen-Truppe der Münchner fast nach Belieben und setzte ein Zeichen der Stärke vor der in zwei Wochen beginnenden Bundesliga-Saison.

Doch nach dem überzeugenden 4:2-Erfolg im Ligapokal-Halbfinale gegen Pokalsieger 1. FC Nürnberg gibt sich auch Trainer Mirko Slomka selbstbewusst: Wir werden auf keinen Fall in Angst und Schrecken verfallen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir konkurrenzfähig sind. Die Rückkehr der angeschlagenen Profis Rafinha und Marcelo Bordon bestärkt den Fußball-Lehrer in seiner Zuversicht. Der Vorteil: Anders als die bisherigen Ligacup-Gegner des fünffachen Cup-Siegers Bayern aus Bremen und Stuttgart ist sein Team komplett.

Zum ersten Wiedersehen mit den Ex-Kollegen kommt es für den in der Vorbereitung starken Hamit Altintop. Früher war ich übermotiviert, weil ich dachte, heute geht es ab - und es ist in die Hose gegangen. Jetzt freue ich mich einfach auf das Spiel, sagte Altintop, der wie schon in der Jugend auf dem Bolzplatz auch diesmal mit dem beim Gegner engagierten Bruder Halil gewettet haben will.

Weniger der Wettgewinn für den Zwillingsbruder, als vielmehr die bei einem Sieg auf zwei Millionen Euro aufgestockte Prämie für den Sieger des Finales kämen Schalke gerade recht. Denn für die geplante Verpflichtung von Stephen Appiah müsste der Revierclub tiefer in die Vereinskasse greifen als ihm lieb ist. Immerhin zehn Millionen Euro fordert Fenerbahce Istanbul für den Mittelfeldspieler aus Ghana, der nach eigenem Bekunden nach Gelsenkirchen wechseln will. Doch vor dem Verhandlungs-Showdown hat sich die Tonlage zwischen beiden Clubs verschärft. Der türkische Meister legte beim Weltverband FIFA Beschwerde wegen unzulässiger Abwerbung ein. Schalke müsse statt mit dem Spieler oder seinem Manager mit unserem Club in Kontakt treten, klagten die Türken auf ihrer Homepage. An diese Regeln hätten sich die Schalker nicht gehalten.


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