Fenerbahce beschwert sich bei FIFA über Schalke | 2007-07-27
Istanbul - Im Transfer-Streit zwischen dem FC Schalke und Fenerbahce Istanbul um Stephen Appiah verschärft sich die Tonart. Der türkische Meister Fenerbahce hat dem Bundesligisten unzulässige Abwerbung vorgeworfen und deshalb Beschwerde beim Weltverband FIFA eingelegt.
Der Mittelfeldspieler aus Ghana stehe bis 2010 bei Fenerbahce unter Vertrag, begründete der türkische Verein auf seiner Homepage seine Vorgehensweise. Deshalb müsse Schalke statt mit dem Spieler oder seinem Manager mit unserem Club in Kontakt treten, heißt es in der Beschwerde weiter. An diese Regel hätten sich die Schalker nicht gehalten.
Der Zweite der vorigen Bundesliga-Saison reagierte mit Befremden, wollte aber kein weiteres Öl ins Feuer gießen. Dieses Schreiben ist auch bei uns eingetroffen und uns daher bekannt. Wir sehen der Angelegenheit mit Gelassenheit entgegen, denn wir haben gegen keine einzige Richtlinie verstoßen, kommentierte Vereinssprecher Gerd Voss.
Von guten Voraussetzungen für die anstehenden Vertragsgespräche kann aber nicht die Rede sein. Dem Vernehmen nach wollen beide Seiten schon am letzten Juli-Wochenende über ihre unterschiedlichen Transfer-Vorstellungen sprechen. Fenerbahce fordert zehn Millionen Euro für den wechselwilligen Appiah, die Schmerzgrenze der Schalker soll bei sieben Millionen Euro liegen. Zuletzt hatte sich Manager Andreas Müller noch zuversichtlich geäußert: Appiah möchte zu uns - und nur zu uns.