Frankfurt/Main - Die Hoffnungen von Fußball-Nationalspieler Christian Wörns (Borussia Dortmund) auf eine WM-Teilnahme sind endgültig geplatzt.
Die sportliche Leitung der Nationalmannschaft hat entschieden, dass Christian Wörns nicht mehr dem Kader für die Fußball-WM 2006 in Deutschland angehört, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Wörns habe sich mit den Reaktionen nach der Nichtnominierung für das Länderspiel am 1. März in Italien die Basis für eine weitere Zusammenarbeit selbst entzogen.
Die Nichtnominierung für das Länderspiel gegen Italien machte Christian Wörns so schwer zu schaffen gemacht, dass er seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft in Erwägung gezogen hat. Ich werde intensiv darüber nachdenken und mich mit Menschen, die mir nahe stehen, beraten. Mit Vertröstungen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann mag er sich nicht länger abfinden: Ich will bei der WM kein Notnagel sein und nur mitgenommen werden, weil sich jemand verletzt. Ich muss in den Spiegel schauen können.
Das ohnehin problematische Verhältnis der einstigen Mitstreiter in der Landesauswahl scheint kaum mehr reparabel. Zu heftig ist die Kritik von Wörns - und zu groß dessen Frust über die vieldiskutierte Entscheidung des Bundestrainers, in der Innenverteidigung für das Italien-Spiel am 1. März in Florenz mehr auf Ersatz- denn auf Stammspieler zu bauen.
Beide standen bei der WM 1998 in Frankreich zuletzt zusammen auf dem Platz - und erlebten beim Viertelfinal-Aus gegen Kroatien (0:3) einen der schwärzesten Tage ihrer Karriere. Nach der durch die Rote Karte gegen Wörns eingeleiteten Niederlage in Lyon beendete Klinsmann seine internationale Laufbahn. Der damals 26 Jahre alte Wörns setzte seine Nationalmannschaft-Karriere fort, konnte aber nur selten über einen längeren Zeitraum überzeugen.
Das verletzungsbedingte Fehlen von Wörns bei der WM in Japan und Südkorea verhalf Vereinskollege Christoph Metzelder zum Durchbruch. Und der scheint nun auch im Kampf um ein Ticket für die kommenden Titelkämpfe im Vorteil zu sein. Zum Leidwesen von Wörns: Ich mag Christoph. Fakt ist aber: Ich habe fünf starke Spiele gemacht. Metze saß viereinhalb Spiele auf der Bank.
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