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Ausschreitungen erschüttern griechischen Fußball | 2006-02-27


Athen - Die griechische Polizei hat in der nordgriechischen Hafenstadt Saloniki sechs Hooligans festgenommen und vor Gericht gestellt.

Ihnen wird vorgeworfen, während des Spiels in der griechischen Fußball-Meisterschaft zwischen Paok Saloniki und Olympiakos Piräus (1:2) Steine auf das Spielfeld geworfen und hunderte Plastiksitze angezündet zu haben. Der Schiedsrichter musste wiederholt das Spiel vorübergehend unterbrechen.

Es hagelte von den Tribünen der allzu fanatischen Paok-Fans Gegenstände, als die Feuerwehr unter Einsatz der die Bereitschaftspolizei die brennenden Plastiksitze löschte, wie das griechische Fernsehen berichtete. Sogar ein Handy kam auf das Spielfeld geflogen. Wütende Paok-Fans zerstörten zudem die Toiletten des Stadions von Toumba und warfen Kacheln herum, wie das Fernsehen zeigte. Wegen der Niederlage drohten Paok-Hooligans auch den eigenen Spielern mit Messern und zerstörten das Auto eines Paok-Spielers. Dem Verein drohen harte Strafen. Ein Sportgericht soll sich am 3. März mit dem Fall befassen.

Zuvor war es zwischen Fans der beiden größten griechischen Teams, Olympiakos Piräus und Panathinaikos Athen, in der Nähe eines Athener Restaurants zu Ausschreitungen gekommen. Die wichtigsten Teams der Ersten griechischen Division planen, wegen der wiederholten Ausschreitungen eine neue Super-Liga für die Saison 2006/2007 zu gründen. Die gesamte griechische Sportpresse bezeichnete die Ausschreitungen als eine Schande für das Land, dessen Nationalmannschaft Europameister ist.


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