Basel - Das Aufgebot der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft ließt sich wie das Whos who der europäischen Eliteligen. Trainer José Pekermann vertraut auf dem Weg zum erhofften dritten WM-Titel seinen Legionären, darunter auch Bayern Münchens Martin Demichelis.
Keiner aus dem 18-köpfigen Kader für das Testspiel im St. Jakob-Park von Basel gegen WM-Konkurrent Kroatien verdient sein Geld im eigenen Land. In Südamerika beschäftigt ist lediglich Stürmer Carlos Tevez (Corinthians Sao Paolo).
Herzstück der argentinischen Mannschaft, die im vergangenen Jahr im Finale des Confederations Cups sich ausgerechnet dem Erzrivalen Brasilien hatte beugen müssen, ist Juan Ramon Riquelme. Allerdings ist sein Einsatz gegen die Kroaten noch fraglich. Der angeschlagene Mittelfeldstar, der seit seinem Wechsel vom FC Barcelona zum FC Villarreal aufblüht, konnte zwei Tage vor der Partie nicht mit der Mannschaft trainieren. Stürmer-Ass Hernan Crespo vom englischen Meister und Tabellenführer FC Chelsea ist dagegen wieder voll einsatzfähig.
Gegen Kroatien zu testen ist sehr gut. Die Mannschaft spielt ähnlich wie Serbien und Montenegro, auf die wir in der Vorrunde treffen, sagte Kapitän Juan Pablo Sorin (Villarreal) mit Blick auf die Gruppe C. Dort treffen die Gauchos zudem auf die Elfenbeinküste und die Niederlande. Testspiel-Gegner Kroatien, in dessen Reihen mit Niko Kovac und Josip Simunic (Hertha BSC), Marko Babic (Bayer Leverkusen) sowie Ivan Klasnic (Werder Bremen) gleich vier Bundesliga-Legionäre stehen, wird es bei der WM mit Rekordweltmeister Brasilien, Australien und Japan aufnehmen müssen.
Von einem möglichen Ausfall Riquelmes könnte bei den Südamerikanern der erst 18 Jahre alte Shooting Star Lionel Messi profitieren und noch mehr in den Fokus rücken. Im vergangenen Jahr demonstrierte er seine Ausnahmebegabung bei der U-20-WM in den Niederlanden und führte Argentinien zum fünften Titel in dieser Altersklasse.
Nicht wenige in seiner Heimat vergleichen ihn bereits mit Diego Armando Maradona. Wir müssen dankbar sein, dass er sich für Argentinien entschieden hat, sagt Sorin, nachdem sich auch der spanische Fußball-Verband um das seit einigen Jahren in Barcelona lebende Riesen-Talent bemüht hatte. Es macht einfach Spaß, Lionel zuzuschauen. Beeindruckend liest sich allerdings das gesamte Argentinien-Aufgebot.
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