Dass es unter Politkern einige Wendehälse gibt, daran hat sich die Bevölkerung längst gewöhnt: Heute Hüh und morgen Hott. Aber so jemand wie unser Bundestrainer, der forsche Jürgen Klinsmann, bei dem ist das was anderes. Von ihm erwartet die unsichere Fan-Seele Linientreue, damit sie sich beim deutschen Fußball wenigstens auf irgendwas verlassen kann. Doch damit scheint jetzt Schluss zu sein. Generell gilt, dass alle Nationalspieler in der nächsten Saison Stammspieler sein müssen, stellte Klinsmann Ende 2004 klar. Und Heute? Noch vor dem Spiel gegen Italien gibt der Sunnyboy die 180-Grad-Wende bekannt: Dass ein Nationalspieler im Verein Stammspieler sein muss, diese Voraussetzung gehört der Vergangenheit an. Nicht nur der geschasste Abwehrspieler Christian Wörns hätte sich in diesem Punkt wohl etwas mehr Standfestigkeit gewünscht.