München - Die Lage beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München bleibt angespannt. Nach dem Rücktritt des Vizepräsidenten Leonhard Roßmann versuchte Präsident Karl Auer trotz der sportlichen Talfahrt und der schwierigen Finanzsituation, für Ruhe zu sorgen.
Wir haben keine Krise, behauptete Auer in einem Gespräch mit der dpa. Er sei zuversichtlich, dass nach neun sieglosen Spielen bald wieder gewonnen werde. Während Auer besänftigte, lieferte Trainer Walter Schachner neuen Diskussionsstoff. In diesem Verein ist keine Struktur da, sagte Schachner der Münchner Tageszeitung tz.
Auslöser der jüngsten Negativ-Schlagzeilen war der Rückzug von Roßmann. Der 58-Jährige, der auch Schatzmeister der Löwen ist, gab sein Amt wegen wiederholter Indiskretionen aus dem Aufsichtsrat überraschend auf. Er hatte das ja schon angekündigt. Jetzt hat er eben seine Konsequenzen gezogen, kommentierte Auer den Schritt seines Stellvertreters.
Trainer Schachner reagierte fassungslos auf die Machtkämpfe und die Geldnot bei dem Sechzigern. Von diesen Problemen wusste ich nichts. Und so schlimm, wie es sich jetzt darstellt, habe ich es mir schon überhaupt nicht vorgestellt, sagte der im Januar verpflichtete Österreicher. Unter seiner Regie sollten die Münchner wieder ins Aufstiegsrennen eingreifen und so die Probleme des Vereins lösen helfen. Die Bilanz nach fünf Spielen: drei Niederlagen, zwei Remis. Ich habe Vertrauen in die sportliche Leitung, sagte Auer vor dem Auswärtsspiel am Sonntag bei Eintracht Braunschweig.
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