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Traumstart für Kohler: MSV feiert Auswärtssieg | 2006-01-28


Stuttgart - Ausgerechnet der Ex-Stuttgarter Marco Caligiuri hat Jürgen Kohler beim MSV Duisburg einen Traum-Einstand als Bundesliga-Trainer beschert. Die VfB-Leihgabe erzielte in der 43. Minute den Siegtreffer zum glücklichen 1:0 (1:0)-Sieg des Aufsteigers in Stuttgart.

Nach dem ersten Auswärtserfolg dieser Saison vor 31 000 Zuschauern im Daimlerstadion schöpfen die Gäste im Abstiegskampf neue Hoffnung. Der VfB, dem ein reguläres Tor von Mario Gomez aberkannt wurde, musste dagegen zum Rückrunden-Auftakt mit der ersten Niederlage nach zuvor elf ungeschlagenen Spielen einen herben Rückschlag im Kampf um einen UEFA-Pokal-Platz einstecken.

In der zweiten Hälfte hat meine Mannschaft große Moral gezeigt, sagte Kohler, der als Profi mit Juventus Turin 1993 unter dem heutigen VfB-Coach Giovanni Trapattoni UEFA-Pokalsieger war. Das war der erste Schritt in die Richtung, in die wir gehen wollen. Trapattoni haderte dagegen mit den vergebenen Chancen in den ersten 45 Minuten. Da hätten wir in Führung gehen müssen, sagte der 66-Jährige. Härter fiel die Kritik des neuen Stuttgarter Teammanagers Horst Heldt aus: Ich hätte mir schon gewünscht, dass sich alle gegen die Niederlage stemmen. Aber ich hatte nicht so das Gefühl.

Beim MSV standen zwei von drei Winter-Neuzugängen in der Startelf. Im Mittelfeld kam Caligiuri neben dem Rumänen Mihai Tararache bei seiner Rückkehr gleich zu seinem Erstliga-Debüt. Den 21-Jährigen hat der VfB bis 2007 an Duisburg ausgeliehen. Dagegen wechselte Kohler den südkoreanischen Stürmer Jung-Hwan Ahn erst kurz vor Schluss ein. Bei Stuttgart spielte Silvio Meißner im defensiven Mittelfeld für Routinier Zvonimir Soldo (Gelbsperre), Nationalspieler Andreas Hinkel kam rechts in der Viererkette zum Einsatz.

Duisburg versteckte sich zunächst keineswegs und kam früh zur ersten Torchance. Nach Caligiuris Ecke traf aber Tobias Willi (7.) den Ball nicht voll, Ludovic Magnin klärte auf der Linie. Dann hätte Stuttgart in Führung gehen müssen: Nach einem glänzenden Zuspiel von Danijel Ljuboja und einem Stellungsfehler des Duisburgers Uwe Möhrle landete ein Heber von Stürmer Jon Dahl Tomasson an der Latte (10).

Danach kontrollierte der zwar überlegene, aber nicht überzeugende VfB die Partie und zeigte die Schwachstellen des MSV in Abwehr und Spielaufbau auf. In der 24. Minute war es erneut Tomasson, der aus Nahdistanz an MSV-Torwart Georg Koch scheiterte. Doch kurz vor der Pause folgte der Schock für die Schwaben, als Caligiuris Tor den Spielverlauf auf den Kopf stellte: Nach Alexander Meyers Pass drehte er sich an der Strafraumgrenze und traf unhaltbar ins lange Eck.

Nach dem Seitenwechsel verstärkte Stuttgart den Druck. Vor allem Nationalspieler Thomas Hitzlsperger sorgte bei seiner besten Saison- Leistung mit Freistößen und strammen Schüssen mehrmals für Gefahr. Große Aufregung gab es in 59. Minute, als das vermeintliche 1:1 des eingewechselten Gomez zu Unrecht wegen Abseits nicht anerkannt wurde. In der Schlussphase bemühte sich der VfB weiter um den Ausgleich, die Aktionen waren aber wenig durchdacht. Sogar Keeper Hildebrand tauchte am Ende im Strafraum der Duisburger auf. Der MSV rettete die drei Punkte jedoch mit einer kompakten Abwehrleistung über die Zeit.


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