Kaiserslautern - Eintracht Frankfurt hat Wolfgang Wolf die Heimpremiere als Trainer des 1. FC Kaiserslautern gründlich verdorben und die Abstiegsnöte der Pfälzer dramatisch verschärft.
Durch Tore von Markus Weissenberger (50.) und Francisco Copado (58.) gewannen die Hessen das Nachholspiel im Fritz-Walter-Stadion mit 2:1 (0:0) und schafften mit dem zweiten Auswärtssieg den Sprung in die obere Tabellenhälfte der Fußball-Bundesliga. Erst fünf Minuten vor dem Ende gelang Jochen Seitz vor 33 815 Zuschauern der Anschlusstreffer für die Pfälzer, die nach dem 13. sieglosen Spiel in Folge Letzter blieben und auf einem Abstiegsplatz überwintern müssen.
Wir haben in zehn Minuten alles kaputt gemacht, was wir in drei Wochen aufgebaut haben. Wir waren nicht zwingend genug, um in Führung zu gehen und endlich mal wieder ein Spiel zu gewinnen, trauerte Nationalspieler Marco Engelhardt den entgangenen Punkten nach. Sein Lauterer Teamkollege Stefan Blank sagte nach der dritten Niederlage im dritten Spiel unter Wolf drastisch: Wir haben im Moment auf Deutsch gesagt die Scheiße am Stiefel. Aber es hilft nichts, wir müssen jetzt weiter arbeiten.
Drei Tage nach ihrer mit viel Lob bedachten 1:2-Niederlage bei Bayern München fielen die Lauterer in ihren alten Trott zurück und präsentierten sich im Südwest-Derby ideen- und konzeptlos. Dem Wolf-Team fehlten die spielerischen Mittel, um die Hintermannschaft der Hessen ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Zudem wies die Abwehr wieder bedenkliche Lücken auf. Im Angriff gelang es Halil Altintop erneut nicht, seine seit 15. Oktober anhaltende Torflaute zu beenden. Die Eintracht zeigte die reifere Spielanlage und kam auch durch den Ausfall des angeschlagenen Alexander Meier kurz vor der Pause nicht vom Kurs ab. Kapitän Jermaine Jones sah seine fünfte Gelbe Karte und fehlt den Hessen zum Vorrundenabschluss in Mönchengladbach.
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