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HSV mit Mühe zum 2:1-Sieg gegen Bielefeld | 2006-02-04


Hamburg - Der Hamburger SV hat nach der Auftakt-Niederlage in Nürnberg eine Trotzreaktion gezeigt und Arminia Bielefeld mit 2:1 (0:1) besiegt. Mit seinem sechsten Saisontreffer brachte allerdings der Ghanaer Isaac Boakye (26. Minute) die Gäste zunächst verdient in Führung.

Piotr Trochowski (51.) und Sergej Barbarez (73.) trafen dann aber noch zum Sieg für die Hanseaten, die wegen des Todes von NDR-Reporter Kurt Emmerich mit Trauerflor aufliefen.

Die Jungs haben gekämpft. Ich weiß, wie schwer es manchmal ist, ins Spiel zu kommen. Es war wichtig, dass wir die richtige Antwort gegeben haben, sagte HSV-Coach Thomas Doll zufrieden. Dagegen haderte Gegenüber Thomas von Heesen mit der Kaltschnäuzigkeit seiner Schützlinge: Was wir gegen Bremen nicht geschafft haben, ist uns mit dem Führungstreffer in Hamburg gelungen, sagte der ehemalige HSV- Spieler, dem danach aber die Abgebrühtheit vor dem Tor fehlte.

Vor 50 991 Zuschauern begann der favorisierte Bundesliga-Dritte in der heimischen AOL-Arena ungewohnt zögerlich. Zwar kehrte Barbarez nach seiner Gelb-Sperre wieder ins Team zurück und Raphael Wicky spielte in der Vierer-Kette für den schmerzlich vermissten Thimothee Atouba (Afrika-Cup), doch ausgerechnet die beiden Routiniers erwischten einen schlechten Tag. Barbarez leistete sich hinter den Spitzen einige Abspielfehler, Wicky war in der ungewohnten linken Abwehrposition überfordert. So ließ sich der Schweizer auch beim sich abzeichnenden Gegentreffer von Marco Küntzel überlaufen, der dann ungehindert auf Boakye flanken konnte. HSV-Keeper Stefan Wächter, der sein 50. Bundesliga-Spiel bestritt, hatte keine Chance.

Der Führungstreffer aus einem schnellen Konter war eine Folge der flotten Angriffsbemühungen der Ostwestfalen, die viel Raum zum Kombinieren hatten. Schwung in den Sturm brachte besonders Fatmir Vata, der schon in der 8. Minute per Kopf hätte treffen können. Nach einem unglücklichen Foul von Khalid Boulahrouz (18.) verletzte sich der Albaner, der sich danach noch mit den Hamburger Fans anlegte.

Doll brachte nach der Pause Benjamin Lauth für den harmlosen Naohiro Takahara. Mit einem Traumtor brachte Trochowski den HSV dann mit einem Schlenzer von der Strafraumgrenze in den Winkel wieder ins Spiel. Danach konnten sich die Gastgeber aber glücklich schätzen, dass Bielefeld aus seinen Chancen kein Kapital schlug. Wichniarek prüfte Wächter, musste dann aber ebenfalls nach Foul von Boulahrouz verletzt ausgewechselt werden. Der eingewechselte Ioannis Masmanidis vergab zwei Top-Möglichkeiten (69./75.). Eine Viertelstunde vor Schluss verloren die Bielefelder auch noch Heiko Westermann, der sich bei einem Zusammenstoß mit Mehdi Mahdavikia die Nase brach.

Nach exzellenter Vorarbeit von Mahdavikia, der zu den Besten gehörte, gelang Barbarez sein siebter Saisontreffer und damit das beste Argument, die abgebrochenen Vertragsverhandlungen wieder aufzunehmen. In seinem 200. Bundesliga-Spiel zeigte Neueinkauf Ailton zwar gute Ansätze, sein 103. Bundesliga-Tor gelang ihm aber nicht.


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