Theo Zwanziger (Geschäftsführender DFB-Präsident): Matthias Sammer ist in der Bundesliga anerkannt und akzeptiert. Bei sechs Millionen Mitgliedern ist es natürlich ganz wichtig, diese Akzeptanz auch schon beim Amtsantritt vorzufinden, anstatt sie sich erst in zwei Jahren erarbeiten zu müssen. Wir haben mit Matthias Sammer eine Persönlichkeit, die für die Zukunft steht. Er hat als Trainer in der Bundesliga den Meistertitel geholt. Wenn Herr Peters erkennt, dass auch mit Matthias Sammer gute Möglichkeiten gegeben sind, sich einzubringen und ihn der DFB reizt mit seinen Stärken und Schwächen, kann ich mir vorstellen, ihn bei uns zu haben. Wir haben zugleich zum Ausdruck gebracht, dass Jürgen Klinsmann über die WM hinaus Bundestrainer bleiben soll. Das Präsidium wird alles tun, um ihm den Rücken frei zu halten und den sportlichen Erfolg zu gewährleisten. Über den Nachfolger von Jürgen Klinsmann mache ich mir keine Gedanken, weil wir Jürgen Klinsmann haben.
Oliver Bierhoff (Manager Nationalmannschaft): Man kann es ruhig als Niederlage sehen, damit müssen wir leben. Wir haben die Entscheidung so zu akzeptieren. Vielleicht hätten wir den nach außen risikoreicheren Schritt gehen sollen. Diesem Wunsch ist das Präsidium nicht nachgekommen. Bislang hat es fast alle unsere Wünsche erfüllt. Diesmal hat es leider nicht geklappt. Ich finde es eine Frechheit, wie Jürgen in der Öffentlichkeit teilweise dargestellt wird, als ob er eine Revolte beginnen wollte.
Werner Hackmann (Präsident Deutsche Fußball Liga): Wir haben uns von der Liga vehement dafür eingesetzt, dass die Position mit Matthias Sammer besetzt wird. Wir haben uns aber auch dafür eingesetzt, dass Bernhard Peters gewonnen wird, weil es wichtig ist, sich neuen Impulsen zu öffnen. Wir denken, dass Sammer sehr wohl Konzepte umsetzen wird. Und für die Liga ist es wichtig, dass diese Konzepte auch mit Akzeptanz umgesetzt werden. Akzeptanz in der Bundesliga und gerade in Verbindung mit den Leistungszentren ist ganz entscheidend.
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