Leipzig/Gera - Die T-Frage bei den deutschen Fußball-Frauen ist kampflos geklärt: Nadine Angerer wird bei der Weltmeisterschaft vom 10. bis 30. September als Nummer 1 das Tor von Titelverteidiger Deutschland hüten.
Dabei profitierte die Potsdamerin auch vom erneuten Verletzungspech ihrer Konkurrentin Silke Rottenberg. Ein Muskelfaserriss in der rechten Wade, den die Frankfurterin im Training erlitten hat, stoppte den Zweikampf der Torfrauen, ehe er richtig begonnen hatte. Silke war jetzt wieder so weit fit, um in das Rennen um den Stammplatz im Tor bei der WM einzugreifen. Die neuerliche Verletzung wirft sie in diesem Zweikampf jedoch entscheidend zurück, sagte Bundestrainerin Silvia Neid.
Im zweiten von vier Länderspielen vor dem Abflug nach China am 3. September sollte Silke Rottenberg in Gera gegen Tschechien ihr Comeback feiern. Zuvor hatte die 35-Jährige wegen eines Kreuzbandrisses sechs Monate pausieren müssen. Nun zwingt sie die Wadenblessur für mindestens drei Wochen zum Aussetzen und besiegelt vorerst den Verlust des Stammplatzes. Sie ist natürlich traurig, berichtete Pressesprecher Niels Barnhofer. Es ist schon ein harter Schicksalsschlag, wenn man nach einem so positiven Reha- und Trainingsverlauf wenige Tage vor dem geplanten Comeback in den intensiven Vorbereitungen auf die WM zurückgeworfen wird, erklärte Siegfried Dietrich, Manager von Rottenbergs Verein 1. FFC Franfurt.
Ich habe von Null auf Hundert alles mitgezogen wie die anderen auch. Ich bin heiß auf das Comeback, hatte sie kürzlich berichtet. Allerdings verhinderten muskuläre Probleme ihren Einsatz schon beim 4:0-Sieg gegen Dänemark in Magdeburg. Wir sind in der glücklichen Lage, zwei Weltklasse-Torhüterinnen im Kader zu haben. Wir bedauern natürlich ihre Verletzung, haben aber gleichzeitig großes Vertrauen in das Leistungsvermögen von Nadine Angerer, sagte Silvia Neid.
Die neue Nummer 1 hatte zuletzt ihre Ansprüche auf den Stammplatz untermauert, eine Rivalität wie zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann vor dem WM 2006 jedoch verneint. Wir verstehen uns gut. Eine Kahn-Lehmann-Story gibt es bei uns nicht. Natürlich will ich spielen, meinte die 28-jährige Potsdamerin. Von den zehn Länderspielen dieses Jahres stand sie bei den letzten drei Partien zwischen den Pfosten und kassierte nur ein Gegentor. Ich habe die letzten sechs Monate Spielpraxis gesammelt und auf Grund von Silkes Verletzung einen Vorteil, sagte sie. Zur Zeit macht sie einen sehr starken Eindruck, urteilte die Bundestrainerin.
Silke Rottenberg bleibt beim Team und im WM-Kader. Wenn der Heilungsprozess so verläuft wie wir uns das vorstellen, könnte sie zum Lehrgang anlässlich des EM-Qualifikationsspiels gegen die Schweiz ab dem 20. August wieder schmerzfrei sein, so Neid. Offen ist, wer als dritte Torfrau mit zur WM fährt. Die Entscheidung fällt zwischen Ursula Holl (SC 07 Bad Neuenahr) und Ulrike Schmetz (Bayern München).
Wiesel Aufsichtsratsvorsitzender bei Hannover 96Bixente Lizarazu sucht neuen VereinVieth wird Matthäus-Assistent in BrasilienReal Madrid und Valencia siegen vor CL ohne GlanzRonaldinho gibt Griechenland-Spielplan bekanntGladbach klettert mit Sieg gegen Lautern aus TabellenkellerGladbach und Leverkusen raus - Abbruch bei KickersMünchner Amateure feiern Auftaktsieg gegen PfullendorfNach Großeinkauf: Rummenigge fordert TitelStatistik zu Schweden - Paraguay1800 |
1357 |
1885 |
1525 |
1408 |
13539 |
13331 |
13535 |
13883 |
13512 |