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Rummenigge warnt Bayern - Luzio fit | 2006-02-10


München - Für Bayern München ist es der letzte Heimauftritt vor dem Champions-League-Ernstfall, für den 1. FC Nürnberg ein Spiel ohne großen Druck. Beim 173. bayerischen Fußball-Derby zwischen dem Rekordmeister und dem Club wird eine Serie reißen.

Entweder können die Münchner nach neun Siegen ihr zehntes Bundesliga-Heimspiel in der Allianz Arena nicht gewinnen oder FCN-Coach Hans Meyer kassiert seine erste Auswärtspleite. Ich warne davor, den 1. FC Nürnberg zu unterschätzen. Erstens ist es ein Derby, und zweitens konnte das Team unter der Leitung von Hans Meyer bislang auswärts nicht besiegt werden, sagte Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge.

Die Nürnberger sind für die Münchner im Vergleich zum AC Mailand im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League am 21. Februar zwar sicherlich die kleinere Herausforderung, aber die Partie bietet die letzte Chance, sich mit dem ramponierten Rasen in der Arena besser anzufreunden. Wir müssen akzeptieren, dass der Rasen einfach schlecht ist, sagte der von seiner Fußprellung genesene Verteidiger Willy Sagnol. Dieses Wetter ist für alle schwer. Das heftige Schneetreiben in Bayern gefährdet das Spiel aber nicht: Der Platz in der Allianz Arena ist geräumt, das Dach wird ständig per Hand gesäubert.

Trotz der Wetterkapriolen im Süden freuen sich die Franken auf das Freistaat-Duell. Das ist ein schönes Derby. Wir können nur gewinnen, sagte Club-Akteur Stefan Kießling, der über leichte Oberschenkelprobleme klagte. Ein Punktgewinn wäre ein Riesenerfolg für die Gäste, die aufpassen müssen, dass sie den unter Coach Meyer erarbeiteten Schwung nicht verlieren. Das ist für Trainer und Spieler eine schöne Aufgabe, weil keiner einen klaren Sieg von uns erwartet. Wir können ohne Druck spielen, glaubt Meyer, dessen Arbeit bei FCB-Coach Felix Magath große Anerkennung findet. Es überrascht mich nicht, dass Hans Meyer den Club da unten rausführt, erklärte der einstige Nürnberger Coach Magath. Aber der Club muss und kann andere Spiele gewinnen, als das beim Tabellenführer.

Nicht nur die Rollenverteilung und die Heimstärke sprechen für den Rekordmeister, auch die Statistik: Den letzten Sieg der Franken in der bayerischen Landeshauptstadt gab es beim 3:1 am 28. März 1992. Insgesamt siegte Bayern 78 Mal, 31 Spiele endeten unentschieden, der Großteil der 63 FCN-Siege rührt aus der Zeit vor Bundesliga-Gründung.

Die Bayern können mit Ausnahme des Langzeitverletzten Roque Santa Cruz (Kreuzbandriss) und des an der Leiste operierten Owen Hargreaves aus dem Vollen schöpfen. Auch Lucio (Wadenprobleme auskuriert) ist fit. Beim FCN fehlen Ivica Banovic (Oberschenkelzerrung), Benjamin Lense (Nierenbeckenentzündung) und Thomas Paulus (Erkältung).


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