Duisburg - Unter dem neuen Trainer Jürgen Kohler präsentiert sich der MSV Duisburg in der Fußball-Bundesliga zwar verbessert, doch nach dem 1:1 (1:1) im 48. Westderby gegen Borussia Mönchengladbach gelang den Zebras wieder nicht der Sprung von den Abstiegsrängen.
Und ohne Siege schwinden die Chancen auf den Klassenverbleib. Wenn wir weiter so Gas geben und kämpfen, kommt auch das Glück zurück, sagte Kohler. Aber selbst die fast 30-minütige Überzahl nach der Gelb-Roten Karte gegen Gladbachs Eugen Polanski konnten die Duisburger nicht zu ihrem Vorteil nutzen.
Wir sind für unsere Arbeit nicht belohnt worden, aber davon dürfen wir uns nicht unterkriegen lassen, befand MSV-Torhüter Georg Koch nach seinem 200. Bundesligaspiel, das für die Gastgeber nach Maß begann. Schon nach vier Minuten nutzte Mittelstürmer Klemen Lavric die erste Möglichkeit zum Führungstreffer nach einem Eckball von Dirk Lottner. Das ist schön für mich, aber zu wenig für die Mannschaft, sagte Lavric, der später noch gute Möglichkeiten hatte und in der 72. Minute nur den Pfosten traf.
Er verbessert sich von Spiel zu Spiel. Das gibt Mut für die Zukunft, lobte Trainer Kohler den lange verletzten Slowenen, der seinen zweiten Saisontreffer erzielte. Der Glaube an den Torinstinkt des MSV-Angreifers und den Willen seiner Elf stimmt den Duisburger Coach trotz der prekären Tabellensituation zuversichtlich. Wenn wir diese Einstellung beibehalten, können wir den Klassenverbleib schaffen, meinte Kohler, der in kurzer Zeit und mit vier neuen Spielern ein konkurrenzfähigeres Team gebildet hat. Uns fehlen immer nur Nuancen. Deshalb überwiegt auch die Zuversicht. Wir verbessern uns ständig, sagte MSV-Verteidiger Marino Biliskov.
Der Duisburger Spielverderber war ein dänischer Neu-Gladbacher. Der eigentlich erst für kommende Saison geplante Transfer des Innenverteidigers Bo Svensson hat sich für die Borussia schon jetzt als Glücksgriff erwiesen. Der Däne verdrängte nicht nur Kapitän Jeff Strasser auf die Außenposition, sondern erzielte auch gleich im zweiten Spiel seinen ersten Treffer (20.). Das wird man in Dänemark erst glauben, wenn man es gesehen hat. Ich habe vor über 18 Monaten zum letzten Mal getroffen, sagte der Neuzugang vom FC Kopenhagen, der wie schon beim 0:0 gegen Schalke zu den besten Spielern zählte.
Dennoch bleiben die Gladbacher, die in der Hinrunde schon bis auf Rang fünf geklettert waren, in der Rückserie noch ohne Sieg. Wir haben deshalb keinen Stress und keine Hektik. Wir sind in einem Bereich, in dem man mit drei Punkten wieder vorne drin stehen kann, sagte Borussias Sportdirektor Peter Pander. Auch Kapitän Strasser sieht sein Team auf einem guten Weg. Wir haben nach zwei schlechten Spielen jetzt zwei Mal mit viel Einsatz jeweils einen Punkt erreicht. Das zeigt, dass die Mannschaft intakt ist, sagte der Luxemburger.
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