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Bundesliga-Quartett will ins UEFA-Cup-Achtelfinale | 2006-02-14


Hamburg - Vier Clubs, ein Ziel: Das noch im Wettbewerb stehende Quartett aus der Fußball-Bundesliga will trotz einiger Personalprobleme geschlossen in das UEFA-Cup-Achtelfinale einziehen.

Der aus der Champions League abgestiegene FC Schalke 04 peilt am 15. Februar gegen Espanyol Barcelona ebenso einen Heimsieg an wie Hertha BSC gegen Rapid Bukarest und einen Tag später der VfB Stuttgart gegen den FC Middlesbrough. Der Hamburger SV muss dagegen beim FC Thun versuchen, sich auswärts eine gute Ausgangsposition für das zweite Duell zu verschaffen. Die Rückspiele finden am 23. Februar statt.

Hertha BSC - Rapid Bukarest:

Nach Steaua in der Gruppenphase wartet mit Rapid in der laufenden UEFA-Cup-Saison die zweite Bukarester Mannschaft auf die Berliner, die von argen Personalsorgen geplagt sind. Mit Simunic, Schröder, Gilberto und van Burik plagen sich vier Spieler mit Verletzungen herum. Zudem ist Neuendorf gesperrt und Pantelic im UEFA-Cup nicht spielberechtigt. Der Brasilianer Marcelinho will trotz Erkältung ebenso spielen wie van Burik. Wahrscheinlich kehrt nach längerer Pause auch Gilberto zurück. Rapid gab kurz vor Weihnachten beim 1:2 in Stuttgart bereits seine Visitenkarte ab. Ein Nachteil für die Elf von Coach Lucescu: In Rumänen endet die Winterpause erst Anfang März.

FC Schalke 04 - Espanyol Barcelona:

Nach dem grandiosen 7:4 gegen Leverkusen geht Schalke 04 mit gestärktem Selbstbewusstsein in die Partie gegen Espanyol. Trainer Slomka muss bei seiner internationalen Feuertaufe gegen den Tabellen-14. der Primera Division die Abwehr umstellen. Da Kobiaschwili wegen einer Gelbsperre fehlt, könnte der erst 19-jährige A-Jugend-Spieler Boenisch in die Start-Elf kommen und sein UEFA-Cup-Debüt feiern. Ich tendiere dazu, betonte Slomka. Die abstiegsbedrohten Katalanen mussten eine 0:2-Heimniederlage gegen Santander verkraften und kommen als Außenseiter. Zudem ist Torjäger Tamudo verletzt. Slomka warnt dennoch: Es wäre fatal, den Gegner zu unterschätzen.

FC Thun - Hamburger SV:

Der Hamburger SV hat es zwar mit einem Champions-League-Absteiger zu tun, doch der Name FC Thun flößt den Hanseaten nicht allzu großen Respekt ein. Zumal es beim Sechsten der Schweizer Superliga drunter und drüber geht. Vier Tage vor dem Spiel gegen den HSV wurde Trainer Schönenberger entlassen, tags drauf der Österreicher Peischl beim Außenseiter als Nachfolger verpflichtet. HSV-Coach Doll will in den Turbulenzen beim Gegner aber keinen Vorteil für seine Mannschaft sehen. Wir werden uns hüten, Thun zu unterschätzen, sagte Doll, der Ersatz für Boulahrouz wegen dessen Rotsperre finden muss. Ihn könnte der vom Afrika-Cup zurückgekehrte Demel ersetzen. Beim Gegner spielt der Ex-HSVer Sen.

VfB Stuttgart - FC Middlesbrough:

Trainer Veh verzichtet bei seinem UEFA-Cup-Debüt mit seinem neuen Verein auf Experimente. Der Trapattoni-Nachfolger hält am System seines Vorgängers fest, obwohl er eigentlich eine ganz andere Fußball-Spielweise bevorzugt. Abwehrspieler Hinkel muss wegen einer Oberschenkelzerrung gegen den Tabellen-16. der Premier League passen. Nationaltorwart Hildebrand war am Dienstag beim Augenarzt, soll aber ebenso spielen wie Nationalspieler Hitzlsperger, der zuletzt beim 1:2 in Bielefeld mit Muskelproblemen fehlte. Für die in der Bundesliga nur auf Platz acht liegenden Schwaben wäre ein Weiterkommen nicht nur aus sportlichen, sondern auch aus finanziellen Gründen wichtig.


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