München - Im Doping-Fall Nemanja Vucicevic zeichnet sich eine Wiederholung des Zweitliga-Spiels zwischen Wacker Burghausen und dem TSV 1860 München ab.
Nachdem sich die Vereine bereits auf eine Neuauflage des oberbayerischen Derbys verständigt haben, konnte sich auch Richter Hans-Hermann Menzel diese Lösung vorstellen. Das ist eine denkbare Möglichkeit, sagte Menzel der dpa. Er hat bei der Verhandlung vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt/Main den Vorsitz.
Eine Umwertung erscheint mir nicht möglich, weil das bedeuten würde, dass der Spieler das Ergebnis beeinflusst hätte. Und das ist nicht nahe liegend, weil der Spieler zu einem Zeitpunkt eingewechselt wurde, als es 2:0 stand, sagte Menzel. Die Vereine können sich einigen, aber ob das Sportgericht dem folgt, ist eine andere Frage.
Strittig ist die Wertung des Spiels, da die Löwen bei ihrem 2:0- Erfolg am 4. November 2005 den Serben Vucicevic eingesetzt hatten, dem vom DFB ein Dopingvergehen nachgewiesen wurde. Dieser wurde wegen der Einnahme eines Haarwuchsmittels mit der verbotenen Substanz Finasterid nun auch vom Weltverband FIFA für sechs Monate gesperrt. Wie beim DFB gilt die Sperre rückwirkend vom 19. November und dauert damit bis zum 19. Mai 2006 an.
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