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Fast 1000 Sicherheitskräfte bei Südwest-Derby | 2007-09-01


Karlsruhe/Stuttgart - Einen Tag vor dem brisanten Derby zwischen dem Karlsruher SC und Fußball-Meister VfB Stuttgart haben die Präsidenten beider Bundesliga-Vereine die Anhänger zur Besonnenheit gemahnt.

Hassgefühle und Aggressionen haben beim sportlichen Wettkampf nichts zu suchen. Und in meinen Augen darf sich niemand Fan nennen, der das Duell für solche Dämlichkeiten missbraucht, sagte VfB-Präsident Erwin Staudt in einem gemeinsamen Interview mit seinem KSC-Kollegen Hubert H. Raase mit den Stuttgarter Nachrichten.

Raase pflichtete bei: Was wir auf keinen Fall mehr wollen, sind Pöbeleien und Schlägereien, wie war das zuletzt beim Freundschaftsspiel erlebt haben. Im Juli 2005 waren nach Ausschreitungen gegen 141 Menschen Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Bei der Partie am 2. Septmber im mit knapp 30 000 Zuschauern seit Wochen ausverkauften Karlsruher Wildparkstadion sind fast 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz. 500 Polizisten werden von 450 KSC Ordnern unterstützt. Hinzu kommen 30 VfB-Ordner.

Neben dem Karlsruher Stadionsprecher wird auch sein VfB-Kollege zu einer Deeskalation der Lage beitragen. Weil beide Mannschaften im Energieunternehmen EnBW denselben Hauptsponsor haben, wird Stuttgart im ersten Bundesligaspiel mit dem KSC seit über neun Jahren dank einer Ausnahmegenehmigung mit dem Namenszug einer Tochterfirma auf dem Trikot auflaufen.

Personell haben sich die Personalprobleme beider Teams entspannt. KSC-Spielmacher Tamas Hajnal ist nach überstandenen Muskelproblemen wieder fit und dürfte für Alexander Iaschwili in der Anfangself stehen. Offen ist noch, ob der ebenfalls wieder gesunde Sebastian Freis Edmond Kapllani als einzig echte KSC-Spitze ablöst. In der Stuttgarter Offensive dürften der Fußballer des Jahres Mario Gomez und Neuzugang Ciprian Marica das Angriffsduo bilden.

Beide konnten in dieser Woche gemeinsam trainieren. Das war wichtig, sagte Meister-Trainer Armin Veh. Sami Khedira trainiert nach überstandenem Außenbandanriss im Sprunggelenk wieder mit der Mannschaft und könnte eine Alternative für das Mittelfeld sein. Für Angreifer Cacau (Adduktorenprobleme) und Spielmacher Yildiray Bastürk (Wade) kommt ein Einsatz ebenso zu früh wie für Innenverteidiger Matthieu Delpierre (Reha nach Patellasehnen-Operation).


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