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Aufstiegs-Test für Freiburg und Karlsruhe | 2006-02-16


München - Der VfL Bochum ist schon so gut wie durch, aber das Rennen um die restlichen zwei Aufstiegsplätze sorgt in der 2. Fußball-Bundesliga weiterhin für Hochspannung. Am 22. Spieltag stehen sich gleich vier Aufstiegs-Anwärter im Duell gegenüber.

Der Karlsruher SC empfängt im badischen Derby den SC Freiburg. Die Ambitionen von Energie Cottbus, das mit nur drei Punkten Rückstand auf den dritten Platz noch alle Chancen hat, stehen auf dem Aachener Tivoli auf dem Prüfstand. Die SpVgg Greuther Fürth und der SC Paderborn vervollständigen das Sextett der aussichtsreichsten Aufstiegskandidaten.

Mit fünf Siegen in Serie und zehn Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz ist in Bochum die direkte Rückkehr in die Bundesliga zum Greifen nahe, doch Trainer Marcel Koller passt das Aufstiegs-Gerede überhaupt nicht. Wer sich zu sicher fühlt, fällt schnell auf die Nase, sagte der Schweizer und macht sich Sorgen, dass in seiner Mannschaft der Schlendrian einkehrt. Der VfL empfängt mit Fürth ein Team, das nach der überraschenden 0:1-Heimpleite am letzten Spieltag gegen Braunschweig unbedingt wieder in die Aufstiegsränge will.

Der KSC will mit dem vierten Heimsieg hintereinander einen weiteren Nachweis der Erstliga-Reife erbringen, aber Trainer Edmund Becker warnt: In der Zweiten Liga gibt es keine Selbstläufer, schon gar nicht, wenn es gegen Freiburg geht. Die Breisgauer, die wieder auf die zuletzt verletzten Alexander Iaschwili und Youssef Mohamad zurückgreifen können, haben von bisher elf Spielen im Wildparkstadion noch keines gewonnen.

Der Tabellenzweite aus Aachen will sich mit dem sechsten Heimsieg in Serie den KSC auf Distanz halten, aber Cottbus kommt mir der Empfehlung von vier Auswärtsspielen ohne Niederlage an den Tivoli. Einen Lauf hat auch Paderborn, der seit fünf Spielen ungeschlagen ist. Der überraschend starke Aufsteiger muss im Rostocker Ostseestadion auf den gesperrten David Fall verzichten.

Der TSV 1860 München ist nach dem Urteil des DFB-Sportgerichts auf den 13. Rang abgestürzt, aber das Wiederholungsspiel gegen Burghausen hat den Löwen eine kleine Hoffnung gelassen. Damit die Löwen nicht vorzeitig kapitulieren, schickte Trainer Walter Schachner seine Schützlinge zum Münchner Motivations-Guru Erich Lejeune.

Die Mannschaft hat diese Maßnahme sehr positiv aufgenommen, sagte 1860-Manager Stefan Reuter nach dem Besuch bei dem früheren Chiphändler und Hauptsponsor der SpVgg Unterhaching. Ein Ende der Negativ-Serie von sieben sieglosen Heimspielen scheint nur noch Formsache, denn Lejeune kündigte vor der Freitagspartie gegen Kickers Offenbach einen baldigen Erfolg der Münchner an.


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