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Bundesliga-Rekord: Mehr als 377 000 Dauerkarten | 2007-08-01


Düsseldorf - Die Fußball-Bundesliga ist schon vor dem Anpfiff zur neuen Saison ein Zuschauermagnet. Die Eliteklasse erreicht dank neuer Stars wie Franck Ribéry oder Luca Toni einen Dauerkarten-Höchststand.

Vor dem Auftakt zur 45. Spielzeit haben die 18 Clubs bereits mehr als 377 000 Saison-Tickets an den Kunden gebracht. Damit ist zum vergleichbaren Zeitpunkt die bisherige Bestmarke von 2005 (372 535) übertroffen worden. Das ergab eine Erhebung der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Am meisten Zugkraft hat Borussia Dortmund, wo Ticketing-Chef Matthias Naversnik über den Ansturm staunte: Solch eine Begeisterung um den BVB hat es schon lange nicht mehr gegeben. Der BVB setzt beim Verkauf von Dauerkarten neue Maßstäbe. Am 31. Juli hatten 50 549 Fans des Fußball-Bundesligisten ein Saisonticket erworben. Mit dieser Rekordzahl wurde der aktuelle Verkauf beendet.

Wolfgang Holzhäuser stellt generell ein gesteigertes Interesse des breiten Publikums fest, auch wegen der tollen Stadien und noch immer als Folge des WM-Booms. Der Fan wolle seinen gesicherten Platz haben, weil beim Kauf von Tageskarten die Gefahr bestehe, leer auszugehen. Und es gibt interessante Spieler, die geholt worden sind. Da muss man Bayern München einen großen Dank zollen. Deren Transfers kommen der gesamten Liga zu Gute, lobt der Geschäftsführer von Bayer 04 Leverkusen den Millionen-Investor.

Wir hatten den größten Boom, den es jemals gegeben hat, teilte Bayern-Ticketchef Manfred Angermeyer frühzeitig mit. 50 000 Anfragen gingen an der Säbener Straße innerhalb kurzer Zeit ein, die Münchner sahen sich gezwungen, schon Ende Juni Einhalt zu gebieten. Knapp 15 000 Absagen mussten verschickt werden. Auch bei Aufsteiger Karlsruher SC war der Ansturm so groß, dass es teilweise zu tumultartigen Szenen vor der Geschäftsstelle am Wildparkstadion kam und der Verkauf für zwei Tage ausgesetzt wurde. 18 400 Dauerkarten bedeuten für die Badener Rekord und Platz neun auf der Liste.

Bei elf der 18 Vereine gibt es im Vergleich zum Vorjahr Steigerungsraten. Der Meisterschafts-Zweite FC Schalke 04, mit 43 935 Saison-Tickets die Nummer 2 hinter dem Revier-Rivalen aus Dortmund, und Champions-League-Qualifikant Werder Bremen (25 000 wie 2006) haben ihren Verkauf gestoppt. Großinvestor München nimmt mit 37 000 Dauerkarten Position drei ein, der Hamburger SV ist Vierter (33 000). Dahinter folgen Eintracht Frankfurt (26 600) und Titelträger VfB Stuttgart, dessen Heimspiele 25 000 Fans ständig verfolgen wollen. Dies ist für die Schwaben eine Bestmarke. Auf die gleiche Zahl bislang veräußerter Tickets kommt Pokalgewinner 1. FC Nürnberg.

Im fünfstelligen Bereich bewegen sich auch Bayer Leverkusen (16 000), Hannover 96 (15 300), Hertha BSC (13 500), Aufsteiger MSV Duisburg (12 200) und Arminia Bielefeld (12 000). Die Berliner (Vorjahr 16 000) verzeichnen als einziger Verein ein Minus. Beim VfL Wolfsburg sorgen der neue Cheftrainer Felix Magath und hohe Investitionen für einen Zuwachs von 7000 (2006) auf die Bestmarke von bisher 9500. Der VfL Bochum (6500) und Energie Cottbus (5000) kommen ebenfalls auf vierstellige Verkaufszahlen. Klares Schlusslicht ist Rückkehrer FC Hansa Rostock mit zunächst nur rund 3500 abgesetzten Dauerkarten.


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