München - Bundesliga-Absteiger VfL Bochum überwintert in der 2. Fußball-Bundesliga auf einem Aufstiegsplatz. Zum Auftakt des 17. Spieltags kam die Mannschaft von Trainer Marcel Koller gegen die SpVgg Unterhaching zu einem 1:0-Heimsieg.
Beim Sprung an die Tabellenspitze profitierten die Bochumer vom Ausrutscher des Spitzenreiters SpVgg Greuther Fürth, der daheim gegen den SC Freiburg 1:2 verlor. Alemannia Aachen kann gegen Wacker Burghausen den Bochumern die Herbstmeisterschaft noch streitig machen.
Nach der 2:4-Pleite beim Karlsruher SC taten sich die Bochumer gegen die zuletzt in fünf Spielen in Serie siegreichen Oberbayern lange schwer. Joris van Hout hatte (57.) die Führung auf dem Fuß, traf aber nur den Pfosten. Wenig später vergab Edu eine klare Chance, kurz vor Schluss erlöste aber van Hout doch die Fans. Nicht nur meine Nerven, auch die der Zuschauer waren aufs höchste angespannt, sagte Koller, der an sein Team appellierte, konzentriert und ruhig weiterzuarbeiten: Dann werden wir auch am 34. Spieltag vorne sein.
Vor dem Spiel in Fürth hatte eine Sturmwarnung für Aufregung gesorgt, mit dem Anpfiff gab es bei den Hausherren nur noch ein laues Lüftchen. Die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann begann zögerlich. Trotz drei Spielen ohne Sieg dominierten die Gäste durch ihre reifere Spielanlage die Partie und kamen durch Dennis Kruppke (34.) zur Führung. Wenig später verwandelte Dennis Aogo einen Foulelfmeter. Nach dem Wechsel gelang Danny Fuchs (49.) nur noch das Anschlusstor. Möhlmann bemängelte vor allem die erste Spielhälfte: Wir haben nicht die Geschlossenheit gezeigt, die uns stark gemacht hat.
1860 München hat auch zum Ende der Hinrunde seinen Heimkomplex nicht bezwingen können. Die Löwen mussten beim 2:3 gegen Energie Cottbus die vierte Niederlage in der Allianz Arena hinnehmen. Trotzdem will Coach Reiner Maurer seine Spieler nicht unter Druck setzen: Wenn man auf die Mannschaft einschlägt, wird es auch nicht besser, sagte er nach dem Schlusspfiff.
Nach zaghaftem Beginn brachte Michal Kolomaznik (22.) die Löwen in Front. Die Lausitzer konnten kurz vor der Pause durch Vragel da Silva ausgleichen. Sergiu Radu und erneut da Silva machten in der zweiten Hälfte den vierten Auswärtssieg der Gäste perfekt. Paul Agostino (83.) konnte nur noch verkürzen. Ich bin stolz auf meine Mannschaft, die kämpferische Einstellung war sensationell, sagte Energie-Coach Petrik Sander.
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