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Duisburg rettet Remis in Mainz - Kohler kommt | 2005-12-18


Mainz - Der als einziger Fußball-Bundesligist auswärts weiter sieglose MSV Duisburg will mit Jürgen Kohler die Wende schaffen und sich nach der Winterpause vor dem Abstieg retten.

Neun Tage nach der fristlosen Entlassung von Norbert Meier wegen der Kopfstoß-Affäre machten die Meidericher nach dem 1:1 (0:1) beim FSV Mainz die Verpflichtung des Welt- und Europameisters öffentlich. In Mainz gelang unter Interimscoach Heiko Scholz noch kein Neuanfang. Spät, aber hoch verdient glich Uwe Möhrle vier Minuten vor Schluss nach einer deutlichen Leistungssteigerung der Duisburger in der zweiten Hälfte aus. Vor 20 000 Zuschauern hatte Antonio da Silva den FSV-Führungstreffer erzielt (27.).

Im Großen und Ganzen bin ich mit dem Punkt zufrieden, sagte Scholz, der im neuen Trainer-Team Kohlers Assistent sein wird. Ich kann die Mannschaft mit gutem Gewissen übergeben, betonte der Interimscoach, der das Amt von Meier übernommen hatte.

Bei den Rheinhessen musste Scholz auf zehn Profis verzichten und nach den beiden 1:1 gegen den 1. FC Köln und bei Arminia Bielefeld in der zweiten Minute bereits tief durchatmen, als ein Abpraller von FSV-Manndecker Manuel Friedrich auf die Latte hüpfte. Auf der Gegenseite verpasste Mike Rietpietsch nach einem Schnitzer von Nikolce Noveski den Führungstreffer für den MSV (3.). Nach dem rasanten Beginn - der spätere Torschütze da Silva war in der 5. Minute an Koch gescheitert - dauerte es bis zu da Silvas Freistoß- Kunstschuss aus 17 Metern, ehe die Mainzer Zuschauer beim letzten Heimauftritt ihres Teams in diesem Jahr jubeln konnten.

Die in der zweiten Hälfte kaum mehr dagegen haltenden Mainzer verdientermaßen den Ausgleich. Ein Tor für die Herzen, befand Flügelflitzer Tobias Willi. Zuvor hatten Dirk Lottner (62.) nur den Pfosten und Thomas Baelum das Quergebälk getroffen. Die Mainzer ärgerten sich darüber, dass wir uns die Butter vom Brot haben nehmen lassen, meinte Club-Boss Strutz. Geschlossen regten sich die Mainzer Verantwortlichen über einen aus ihrer Sicht zu Unrecht nicht gegebenen Strafstoß nach einem Foul von Razundara Tjikuzu an da Silva auf. Das hätte Elfer geben müssen, meinte auch Trainer Jürgen Klopp, der sich das Spiel anders vorgestellt hatte - keine Frage.

In die Freude über das späte Remis mischten sich beim MSV Hoffnung und Zuversicht, kurz vor Weihnachten in Kohler den Retter gefunden zu haben. Wir sind happy, einen derartigen Mann in unseren Reihen zu haben, sagte Club-Chef Hellmich, der es sich nicht nehmen ließ, die Neuigkeit auf der eigentlich den Trainern vorbehaltenen Pressekonferenz mitzuteilen. Mit möglichen Verstärkungen will der Aufsteiger in der Rückrunde die Wende schaffen. Hellmich: Es darf nicht sein, dass wir sofort wieder die Liga verlassen.


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