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1860 mit Glück und Geschick zum 3:1 gegen Freiburg | 2005-12-21


Freiburg - Mit Glück und Geschick hat der TSV 1860 München den SC Freiburg im Zweitliga-Duell aus dem DFB-Pokal geworfen und Trainer Volker Finke die Freude über die Vertragsverlängerung gründlich verdorben.

Mit einem Tor in der Nachspielzeit rettete Jiayi Shao die bis dahin harmlosen Löwen in die Verlängerung, ehe Paul Agostino (96.) und Remo Meyer (106.) mit ihren Treffern den Münchner den 3:1 (1:1, 0:0)-Erfolg bescherten. Vor 13 000 Zuschauer im badenova-Stadion hatten sich die über weite Strecken hoch überlegenen Freiburger nach der hochverdienten Führung durch Wilfried Sanou (77.) schon zum vierten Mal in sechs Jahren im Viertelfinale gesehen. Die Enttäuschung ist riesengroß. Aber wenn man zwei, drei Nächte darüber geschlafen hat, wird die Erkenntnis bleiben, dass man nicht unzufrieden sein kann, weil wir insgesamt ordentlich gespielt haben, wies Finke auf die positiven Aspekte hin.

Kurz vor der Pokal-Pleite hatte Finke seinen Vertrag beim Sportclub bis 2007 verlängert. Der Vorstand hat mir unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass sie weiter mit mir zusammenarbeiten wollen. Dem habe ich zugestimmt. Und das ist es dann auch, sagte Finke und spielte die Sache herunter. Der 57 Jahre alte Coach arbeitet seit Juli 1991 für die Südbadener und hat am 30. September den Rekord von Otto Rehhagel gebrochen. Der derzeitige Nationaltrainer Griechenlands war bei Werder Bremen (1981 bis 1995) mehr als 14 Jahre lang Chefcoach.

Die Freiburger, heimstärkste Zweitligamannschaft, begannen auch ohne die verletzten Alexander Iaschwili, Ibrahim Tanko und Roda Antar gegen das auswärtsstärkste Team der Liga stürmisch. Doch mehr als ein Lattentreffer von Dennis Aogo (4.) sprang nicht heraus. Das Finke-Team war über 90 Minuten die stärkere Mannschaft, doch es nutzte seine Chancen einfach nicht. Am Schluss haben wir alles auf eine Karte gesetzt. Der Sieg war für die Moral sehr wichtig, sagte Trainer Löwen-Trainer Reiner Maurer.

Wir haben eine Riesenmoral gezeigt und unsere Kritiker widerlegt, sagte 1860-Torwart Michael Hofmann. Sein zuletzt in der Schusslinie stehender Trainer Reiner Maurer erklärte: Die Spieler standen in den vergangenen Wochen sehr unter Druck, das hat man gemerkt, ehe mit dem 2:1 die Befreiung kam. Wir dürfen uns jetzt darüber freuen, dass Glück und Erfolg zu den Löwen zurückgekehrt sind.

Erst der wunderbar vom eingewechselten Mark Fotheringham eingesetzte Sanou ließ Fans jubeln. In der Nachspielzeit nutzte Shao die erste Löwen-Chance - und die Freiburger waren geschockt. In der Verlängerung bestraften die Münchner dann das zuvor in der Chancenverwertung nachlässige Finke-Team bitter. Nach einem Eckball des starken Shao traf Agostino per Kopf. Den letzten Konter der Gäste in der ersten Halbzeit der Verlängerung schloss Meyer mit seinem Tor ab und dann feirten die Löwen den dritten Einzug in die Runde der letzten Acht in den letzten fünf Jahren.


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