Dubai - Für Fußball-Nationalspieler Michael Ballack ist das Trainingslager des FC Bayern München in Dubai vorzeitig beendet. Der Mittelfeldspieler musste das Training wegen einer Reizung im Sprunggelenk des rechtes Fußes abbrechen.
Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler, dessen berufliche Zukunft nach der WM weiter in den Sternen steht, konnte auch beim abschließenden Testspiel gegen den FC Zürich nicht mitwirken. Michael weiß auch nicht, wo die Probleme herkommen. Er hatte leichte Schmerzen im Fuß, der Arzt konnte aber nichts feststellen, berichtete Felix Magath. Der Coach signalisierte trotzdem Entwarnung. Er rechnet nach der Rückkehr der Bayern nach München mit einer raschen Rückkehr des Leistungsträgers ins Training.
Rund eine Woche vor dem Viertelfinal-Heimspiel im DFB-Pokal gegen den FSV Mainz 05 blicken die Bayern-Verantwortlichen den kommenden Monaten sehr optimistisch entgegen. Ich bin sehr sicher, dass wir eine gute Rückrunde spielen werden, sagte Magath nach einer Woche harter Trainingsarbeit in Dubai. Lediglich ein Sandsturm führte dazu, dass der Trainer eine Übungseinheit ausfallen lassen musste, was die Profis wegen schwerer Beine aber nicht störte.
Auch Manager Uli Hoeneß bezeichnete den dritten Dubai-Aufenthalt der Münchner nacheinander als vollen Erfolg und lobte die Profis für eine hervorragende Berufsauffassung. Die Harmonie, die Leistungsbereitschaft dieser Multi-Kulti-Gemeinschaft macht mir sehr viel Spaß. Die Spieler holen im Training immer hundert Prozent aus sich heraus. Da schont sich keiner. Hoeneß ist überzeugt davon, dass am Saisonende die Ernte in Form von Titeln eingefahren wird. Es müsste schon viel passieren, dass wir im nächsten halben Jahr nicht auch ein paar Erfolge einfahren, sagte er zu der Ende des Monats beginnenden heißen Jagd in Bundesliga, Pokal und Champions League.
Nach der Rückkehr nach München geht der Konkurrenzkampf in die Endphase. Eins ist klar, es wird Härten geben, meinte Hoeneß. Magath kann insbesondere im prall besetzten Mittelfeld aus dem Vollen schöpfen. Mit einer finanziellen Beteiligung aller 25 Kaderspieler am Erfolg habe man jedoch gegen Unruhe vorgesorgt, so Hoeneß.
Ein Gewinner der Vorbereitung war Torjäger Roy Makaay, der nach einer schwächeren Vorrunde im WM-Jahr zu seinem alten Top-Niveau zurückfinden will. Er hat hier sehr gut gearbeitet. Er hat gezeigt, er ist wieder da, sagte Magath. Wegen eines Sandsturms wurde am Samstag aber auch Makaay in seinem Tatendrang gestoppt. Wenn man den Ball hoch geschossen hat, konnte man ihn kaum noch sehen, meinte der Niederländer zu den erstmals widrigen Witterungsbedingungen.
Als möglicher neuer Sturmpartner von Makaay bleibt Lukas Podolski beim FC Bayern im Gespräch. Mittelfeldspieler Sebastian Deisler riet seinem Nationalmannschaftskollegen vom 1. FC Köln zu einem Wechsel nach München. Weil es für ihn hier gesünder ist. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist, wenn alles auf einen einprasselt, alles auf einen einstürzt, sagte Deisler. Bei Bayern stünde er weniger im Fokus und könne sich besser entwickeln. Hier wäre er einer von vielen, die Verantwortung ist auf mehreren Schultern verteilt.
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