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US-Girls sagen DFB-Elf den Kampf an | 2006-01-17


Chicago/Düsseldorf - Die US-Girls wollen die an Deutschland verlorene Vorherrschaft im Frauenfußball zurückerobern. Vor der 5. Fußball-Weltmeisterschaft 2007 in China werden in den Vereinigten Staaten alle Kräfte gebündelt, um das Unternehmen Gold zu realisieren.

Grundlage für die Kampfansage an die deutsche Elf, die das US-Team 2003 bei der WM im eigenen Land 2003 als Weltmeister entthront hatte, ist ein spektakulärer Vertrag zwischen dem US- Soccer-Verband und den Nationalspielerinnen.

Der neue Tarifvertrag ist bahnbrechend. Er garantiert, dass die Nationalspielerinnen weiter unter professionellen Bedingungen in den USA Fußball spielen können, sagte US-Soccer-Präsident Robert Contigulia. Ziel ist, den Weltcup 2007 zurückzuholen. Wir sind mit dem Programm bis 2012 führend in der Welt und setzen innovative Maßstäbe. Zudem könne der Kontrakt ein erster Schritt zur Etablierung einer neuen Profiliga werden. Die Frauen-Profiliga WUSA war vor drei Jahren wegen wirtschaftlicher Fehleinschätzungen in die Pleite getrieben worden.

Die Weltmeisterinnen von 1991 und 1999 haben die Schmach von Portland, wo sie am 5. Oktober 2003 im WM-Halbfinale der DFB-Elf von Tina Theune-Meyer mit 0:3 unterlagen, noch immer nicht verwunden. Seinerzeit verloren sie nicht nur den WM-Titel, sondern auch die Weltranglisten-Position eins an Prinz und Co. Nicht zuletzt deshalb ist mit Hilfe der Spielerinnen-Gewerkschaft USWNSTPA ein Kontrakt entstanden, der den Akteurinnen professionelle Arbeitsbedingungen bis 2012 garantieren soll. Er sieht vor, dass 20 Spielerinnen als Profis beim Verband angestellt werden. 14 von ihnen wird ein Grundgehalt 70 000 Dollar pro Jahr garantiert, sechs Spielerinnen erhalten zunächst ein Salär von 50 000 Dollar.

Darüber hinaus wurde ein üppiges Prämiensystem ausgehandelt. Mitglieder des WM-Qualifikationskaders erhalten einen Bonus von 10 000 Dollar. Das Doppelte winkt für eine Berufung in den WM- oder Olympia-Kader. Eine Silbermedaille bei einem großen Turnier wird zusätzlich mit je 20 000 Dollar vergütet. Ein Sieg bei einer WM oder Olympischen Spielen ist dem US-Verband sogar eine Pro-Kopf-Prämie von 50 000 Dollar sowie eine zusätzliche Teamprämie von 1,2 Millionen Dollar wert. Sollten die US-Girls schon 2007 den WM-Titel oder im Jahr darauf olympischen Gold gewinnen, werden die Prämien für die Turniere 2011 und 2012 sogar noch einmal um 25 Prozent angehoben.

Gleichzeitig wollen die Verantwortlichen verhindern, dass US-Spielerinnen ins Ausland abwandern. Denn wer die Förderung erhält, muss bei Spielen und in Trainingscamps für Cheftrainer Greg Ryan ganzjährig verfügbar sein. Spielführerin Kristine Lilly, die beim Vier-Nationen-Turnier im chinesischen Guangzhou gegen Norwegen als erste Akteurin der Welt ihr 300. Länderspiel bestreiten wird, begrüßt den Vertrag. Unser Ziel war es immer, die Nummer 1 zu sein und das Beste zu erreichen. Dafür tun wir alles. Wir wollen 2007 den Titel in die USA zurückholen, sagte die 34-Jährige, die vom FIFA-Exekutivmitglied Worawi Makudi (Thailand) für die ungewöhnliche Rekordmarke geehrt wird.


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