München - Zwei Heimkehrer sind in München und Dresden die Hoffnungsträger, Bochum setzt in der Rückrunde der 2. Bundesliga auf brasilianischen Fußballzauber. Für den Kampf um Auf- und Abstieg haben elf der 18 Clubs während der Winterpause ihr Personal ergänzt.
Echte Kracher sind allerdings nicht dabei. Steffen Hofmann beim TSV 1860 München, der nach dreijährigem Gastspiel in Wien in seine bayerische Wahlheimat zurückkehrte, Maik Wagefeld, der vom 1. FC Nürnberg zurück an die Elbe ging, und der 15-malige brasilianische Nationalspieler Fabio Junior beim VfL Bochum sind die namhaftesten Neuzugänge.
Mit der Verpflichtung des 28 Jahre alten Stürmers vom arabischen Club Al Wahda lieferte der Tabellenzweite zweifelsohne die überraschendste Personalie in der Punktspielpause. Wir wollen mit ihm den Wiederaufstieg in die erste Liga schaffen, sagt Trainer Marcel Koller, der nach intensiver Video-Analyse von der Technik, Schnelligkeit und Beidfüßigkeit des Neu-Bochumers angetan war. Fabio Junior war Ende 1999 von seinem Stammverein Cruzeiro Belo Horizonte für rund 15 Millionen Dollar zu AS Rom gewechselt, wo er sich aber nicht durchsetzen konnte.
Mit Fabio Junior und dessen Landsmann Edu startet Bochum ins Aufstiegsrennen, bei der Konkurrenz in München soll ein früherer Spieler vom Lokalrivalen FC Bayern die ersehnte Rückkehr ins Oberhaus ermöglichen. Sechzig ist kein Zweitligaverein, sondern gehört in die Bundesliga, sagte der 25-jährige Steffen Hofmann bei seiner Präsentation Anfang des Monats. Als Wunschspieler von Trainer Reiner Maurer kam der gebürtige Würzburger für rund eine halbe Million Euro aus Wien zu den Löwen. Sportdirektor Roland Kneißl ist davon überzeugt, dass Hofmann unserer Mannschaft wertvolle Impulse verleihen kann, um das Saisonziel Aufstieg zu realisieren.
Bei nur drei Kurzeinsätzen beim Club in Nürnberg fiel es Maik Wagefeld nicht sonderlich schwer, sich wieder seinem Stammverein anzuschließen. Der 24-jährige Mittelfeldspieler soll Dresden beim Kampf um den Klassenverbleib unterstützen. Ich hoffe, dass ich einen großen Teil dazu beitragen kann, doch schaffen kann es nur das Team, erklärte Wagefeld. Für Trainer Peter Pacult, der in der Winterpause Christoph Franke ablöste, ist Wagefeld sicher einer derjenigen Spieler, die der Mannschaft die richtigen Impulse geben können. Dagegen hatte der Coach aus Österreich für Routinier Ansgar Brinkmann keine Verwendung mehr - nach nur einem halben Jahr Zusammenarbeit löste Dynamo den Vertrag des 36-Jährigen auf.
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