Dortmund - Nach eingehender Prüfung haben die Betreiber und Verantwortlichen des Dortmunder WM-Stadions die Sicherheitsbedenken der Stiftung Warentest zurückgewiesen.
Experten des Bauordnungsamtes der Stadt Dortmund und der Feuerwehr sowie ein unabhängiger Prüfungsgutachter bescheinigten einhellig, dass die Sicherheit der Zuschauer im Signal Iduna Park weder bei Fußball-Bundesligaspielen noch bei Partien der WM 2006 gefährdet sei. Das teilte Borussia Dortmund mit.
Die Stiftung Warentest hatte in der Vorwoche einen Untersuchungs-Bericht zur Sicherheit in den WM-Stadien veröffentlicht und darin der BVB-Heimstätte deutliche Mängel bescheinigt. Christian Hockenjos, Geschäftsführer der WM-OK-Außenstelle Dortmund sowie Leiter Organisation und Verwaltung beim BVB, fasste die Erkenntnisse der neuerlichen Prüfung durch eine Kommission so zusammen: Alle Experten ziehen die Sicherheitskonzepte und Gutachten, die den mittlerweile drei Ausbaustufen des Stadions zu Grunde liegen, nicht in Zweifel. Die Entfluchtungs-Gutachten sowie die Brandschutz-Gutachten wurden monatelang erarbeitet. Prüfgutachter haben diese Ergebnisse dann sogar noch einmal gegengecheckt. Mich hätte es sehr gewundert, wenn sich dieses geballte Expertenwissen als falsch herausgestellt hätte.
Hockenjos ist mehr denn je überzeugt, dass keine gravierenden Sicherheitsmängel in Dortmund bestehen. Stiftung Warentest hat im Wesentlichen fehlende Fluchttore in Richtung Innenraum bemängelt. Das bewerten unsere Experten nicht als Mangel, sie sehen eine Evakuierung vielmehr aus dem Stadion heraus vor. Viele Punkte laufen auf einen Gelehrtenstreit hinaus. Es wäre bei alledem nur fatal, wenn der Eindruck entstünde, unser Stadion sei nicht sicher. Das Gegenteil ist der Fall, betonte er. Man habe seine Hausaufgaben gemacht.
Als Konsequenz der Warentest-Studie soll nur bei der Wegweisung kurzfristig nachgebessert werden. Unser Stadion hat sich in mehr als 100 internationalen Spielen bewährt. In keiner dieser Begegnungen hat es ernstere Zwischenfälle gegeben. Die Sicherheit der Besucher war zu keiner Zeit auch nur ansatzweise gefährdet, sagte Hockenjos.
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