TV-Gelder: Bayern-Manager Hoeneß droht mit Gericht | 2006-01-20
München - Im Streit um die Verteilung der Fernsehgelder droht Manager Uli Hoeneß vom FC Bayern München der Fußball-Bundesliga mit dem Gang vor Gericht.
Sollten die kleinen Vereine jetzt einen Pakt schließen und fordern, dass alle das Gleiche bekommen, müssen wir vor den Europäischen Gerichtshof in Brüssel und werden die dezentrale TV-Vermarktung einklagen, sagte Hoeneß in der Münchner tz. Setzt sich der deutsche Rekordmeister durch, dürfte er seine Spiele in Eigenregie vermarkten.
Hoeneß fordert eine sportlich gerechtere Verteilung der 420 Millionen Euro pro Jahr, schließlich habe der FC Bayern viel für den Rekordvertrag getan. International könne der deutsche Meister nicht mehr mithalten, wenn etwa ein italienischer Club 80 Millionen Euro mehr pro Jahr an TV-Geldern bekomme: Momentan können wir durch Sponsoren und Marketing etwa die Hälfte aufholen - mehr aber nicht.
Wenn die Klage in ein, zwei Jahren durch wäre, so Hoeneß, würden wir vom TV 100 Millionen Euro pro Jahr bekommen - und den kleinen Vereinen bleiben fünf Millionen.