Seligenporten - Sie tragen den Spitznamen Klosterer, doch im wichtigsten Spiel ihrer Vereinsgeschichte wollen die Fußballer des SV Seligenporten alles andere als bedächtig zu Werke gehen.
Das Beten werden wir lassen, sagt Kapitän Tobias Maus und verspricht dem großen Favoriten Arminia Bielefeld einen heißen Tanz im Pokal-Duell. Maus setzt auf die Qualitäten des bayerischen Landesligisten. Wir sind eine Kampfmannschaft. Ein Fünftligist ist gegen einen Bundesligisten ohne Chance. Aber ein, zwei Chancen hat man in jedem Spiel.
Schon unmittelbar nach dem großen Los herrschte im Verein aus der oberpfälzischen Gemeinde Pyrbaum der Ausnahmezustand. Bielefeld, die hauen wir weg. Die kochen genauso mit Wasser wie wir und wenn die nicht mit 100 Prozent reingehen, dann fegen wir die vom Platz, kündigte Stürmer Oliver Wurzbacher damals unter dem Jubel mehrerer 100 Anhänger an. Seitdem wird in dem rund 1450 Einwohner zählenden Kloster-Örtchen alles für den größten Tag in der 58-jährigen Vereinsgeschichte gerichtet. Präsident Walter Eisl nutzt die Zeit, um vor dem ersten Auftritt im DFB-Pokal Realismus einkehren zu lassen. Bielefeld müsste einen rabenschwarzen Tag haben, bei uns müsste dagegen alles passen. Wir haben eine Chance von 0,1 Prozent.
Natürlich schwirrt die Partie die ganze Zeit im Hinterkopf herum, gesteht Kapitän Maus, der einst sogar ein Zweitliga-Spiel für den 1. FC Nürnberg bestritt. Doch die Liga hat Priorität. Vor vier Jahren schafften die Klosterer den Sprung in die bayerische Landesliga, in diesem Jahr heißt das große Ziel Aufstieg in die Bayernliga. Von dem DFB-Pokalspiel redet im nächsten Mai keiner mehr, wenn wir den angestrebten Aufstieg nicht schaffen, weiß auch Trainer Uwe Neunsinger. Mit zwei klaren Siegen ist der Saisonstart gelungen, Eisls Mannen haben vor dem Pokalauftritt eine große Portion Selbstvertrauen getankt. Unsere Stärke ist, dass wir ein sehr gutes Kollektiv haben, sagt der Präsident und setzt auf den Teamgeist.
Für Seligenportens Spiel der Spiele wurde eigens eine Stadion-Zusatztribüne aufgebaut, doch der Bundesligist aus Ostwestfalen ist in der oberpfälzischen Provinz kein Publikumsmagnet. Wir rechnen mit 4000 Zuschauern, so Eisl. Damit wird die Partie in der nun 5000 Zuschauer fassenden Arena nicht ausverkauft sein. Aus Bielefeld wird nicht der große Ansturm kommen, betont Eisl mit Hinweis auf den Sonntags-Spieltermin. Auch wenn einige Plätze leer bleiben sollten, für die Oberpfälzer und ihre Fans wird der erste Pokal-Auftritt zum unvergesslichen Ereignis werden. Das wird ein Riesen-Fußballfest und eine sensationelle Werbung für den Ort, sagt Eisl. Kapitän Maus hat gleich doppelten Grund zur Freude: Am Sonntag werde ich 31, das Pokalspiel ist da ein sehr schönes Geschenk.
Winfried Schäfer zu Gespräch mit TFK bereitInter Mailand gewinnt italienischen PokalFannäheHannover 96 trennt sich von Andersson und NagyTrio kämpft um letzte EM-ChanceFußball-Ausstellung im SeecontainerElektronischer Spielbericht ersetzt PapierformulareNordirischer Fußball-Verband feiert Jubiläum28 000 Karten für DFB-Benefizspiel verkauftBank dementiert Millionen-Kredit für BVB1825 |
1224 |
1324 |
1702 |
1813 |
13124 |
13832 |
13523 |
13186 |
13678 |