Frankfurt/Main - Nur mit klaren Halbfinal-Auswärtssiegen können die Fußball-Frauen vom 1. FFC Frankfurt und vom 1. FC Turbine Potsdam das deutsche UEFA-Cup-Finale noch möglich machen.
Die Frankfurterinnen müssen nach dem 0:1 im Hinspiel gegen Montpellier HSC in Südfrankreich ebenso deutlich gewinnen wie die Potsdamerinnen nach dem 2:3 gegen Djurgarden/Älvsjö in Stockholm.
Wir fahren nicht nach Südfrankreich, um den Kopf in den Sand zu stecken, sagte der Frankfurter Manager Siegfried Dietrich. Trotz der 0:1-Niederlage gegen den französischen Titelträger herrscht beim fünfmaligen deutschen Meister Zuversicht: Wenn wir unsere Stärken wirkungsvoll einsetzen, erreichen wir die Endspiele. Das Finale ist schließlich ein ganz großes Ziel von uns allen, sagte Trainer Hans- Jürgen Tritschoks. Bis auf Nationalspielerin Sarah Günther (Muskelfaserriss) kann der UEFA-Pokal-Gewinner von 2002 das stärkste Team aufbieten.
Auch in Potsdam geben sich die Fußball-Frauen trotz der ersten Niederlage im 15. Europacupspiel größtenteils optimistisch. Warum sollten wir uns aufgeben, schließlich haben wir im Frühjahr schon einmal mit 2:0 in Stockholm gewonnen, erklärte Turbine-Kapitän Ariane Hingst. Trainer Bernd Schröder befürchtet nach dem dem schwächsten Spiel seit Jahren einen harten Gang: Es wird sehr schwer. Trotz des überraschenden 3:2-Sieges im Hinspiel warnte Djurgardens Trainer Benny Persson davor, Turbine abzuschreiben. Das ist eine sehr starke Mannschaft. Die Chancen auf unser Weiterkommen stehen 50:50, sagte der 50-Jährige.