Madrid - Eine Woche nach der schmachvollen 0:3-Heimpleite gegen den FC Barcelona hat der spanische Fußballrekordmeister Real Madrid um ein Haar ein neues Debakel erlebt.
In der Partie bei Real Sociedad San Sebastián sahen die Königlichen mit einem 0:2- Rückstand bis zur 86. Minute wie der sichere Verlierer aus. Doch dann gelang dem für Robinho eingewechselten Raúl Bravo der Anschlusstreffer, 80 Sekunden später erzielte Zinedine Zidane den Ausgleich zum 2:2. Real Madrid hat es überlebt, kommentierte das Sportblatt Marca bissig.
Trainer Vanderlei Luxemburgo kann damit vorerst aufatmen - zumindest bis zum nächsten Spieltag. Die Mannschaft hat mir den Kopf gerettet, räumte der heftig in der Kritik stehende Brasilianer ein. Die Madrilenen zeigten in der Partie durchaus einen besseren Fußball als vor einer Woche. Ein fragwürdiger Elfmeter, den Xabi Prieto zum Ende der ersten Halbzeit für die Gastgeber verwandelte, brachte sie aber völlig außer Tritt. Als De Paula (58.) per Kopfball das 2:0 erzielte, schien der Zug endgültig abgefahren. Doch Real Madrid bewies immerhin, dass es auch ohne Ronaldo und Raúl den Weg zum Tor finden kann.
Eine wahre Fußball-Fiesta bot erneut der Erzrivale FC Barcelona, der mit einem 4:1-Erfolg gegen den Abstiegskandidaten Racing Santander im heimischen Camp-Nou-Stadion die Tabellenführung verteidigte. Für die Katalanen trafen Etoo, Messi, Sylvinho und Ronaldinho (per Foulelfmeter). Rechtzeitig zu seiner Krönung als Europas Fußballer des Jahres erzielte der brasilianische Star damit seinen 50. Treffer im Barça-Trikot. Das Ehrentor für die Gäste schoss Fernando Casquero ebenfalls per Elfmeter in der 70. Minute.
Mit einem 3:2-Erfolg gegen Deportivo Alavés konnte das Überraschungsteam von Osasuna Pamplona derweil den zweiten Tabellenplatz hinter den Katalanen behaupten. Trainer Bernd Schuster war mit dem FC Getafe ebenfalls erfolgreich. Der Madrider Vorstadtclub verbesserte sich mit einem 3:2-Heimsieg gegen den FC Málaga auf Platz acht. Am kommenden Spieltag muss Schusters Mannschaft zum Derby bei Real Madrid im Santiago-Bernabéu-Stadion antreten.
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