Dortmund - Das Westfalenstadion bleibt für Hertha BSC eine uneinnehmbare Festung. Einmal mehr blieb die Mannschaft von Trainer Falko Götz beim 0:2 (0:2) gegen Borussia Dortmund unter ihren Möglichkeiten.
Damit warten die Berliner seit 33 Jahren auf den ersten Sieg beim BVB in der Fußball-Bundesliga. Vor 70 500 Zuschauern stellte Ebi Smolarek den vierten Heimsieg der Borussia quasi im Alleingang sicher. Mit seinen Saisontreffern zehn und elf (39./45.) machte er der jüngsten Berliner Erfolgsserie ein Ende.
Der unerwartet deutliche Sieg war für BVB-Präsident Reinhard Rauball die rechte Einstimmung auf die Jahreshauptversammlung des Vereins: Das war die jüngste Mannschaft in der Vereinsgeschichte, aber bestimmt nicht die schlechteste. Wenn ein Team in einer Entwicklung steckt, dann dieses. Das macht mich stolz. Weniger gut war die Laune des Berliner Trainers Götz: Ich bin ziemlich angefressen. Wir hatten uns viel mehr ausgerechnet. Aber zum Schluss war es wie immer, wir haben die Punkte an Dortmund abgegeben.
Der Ausfall von fünf Spielern machte sich zu Beginn der Partie vor allem im Offensivspiel der Gastgeber bemerkbar. Nur bei einer Flanke von David Odonkor, die Delron Buckley (15.) knapp verpasste, war Torgefahr erkennbar. Den reiferen Eindruck hinterließ zunächst die Hertha. Zwar blieben auch beim Gast im spielerischen Bereich viele Wünsche offen, doch die Angriffe waren zielgerichteter. So musste BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller bei einem Schuss von Oliver Schröder (14.) und zwei Mal gegen den frei vor ihm auftauchenden Marco Pantelic (18./34.) in höchster Not klären.
Doch wieder einmal konnte sich der BVB auf seinen neuen Torjäger Smolarek verlassen, der den verletzten Jan Koller mehr und mehr vergessen macht. Nach Zuspiel von Florian Kringe war der Pole zur Stelle und erzielte aus kurzer Distanz seinen zehnten Saisontreffer. Damit nicht genug: Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff beförderte er einen Freistoß von Tomás Rosicky per Kopf in die Maschen.
Von diesem Doppelschlag sollte sich Hertha auch nach Wiederanpfiff nicht mehr erholen. Von wenigen Ausnahmen abgesehen kontrollierte der BVB die Partie und ließ nur wenige Chancen der Berliner zu. Die größte Möglichkeit zumindest den Anschlusstreffer zu erzielen, vergab Pantelic in der 62. Minute, als er aus 14 Metern übers Tor schoss. Der BVB beschränkte sich auf die Torsicherung und brachte den Sieg ungefährdet über die Zeit.
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