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Klinsmann: Brasilien und Argentinien WM-Favoriten | 2005-12-02


Rio de Janeiro - Jürgen Klinsmann hat Brasilien und Argentinien zu den aussichtsreichsten WM-Titelanwärtern erklärt und der eigenen Mannschaft die Rolle des Außenseiters zugeschrieben.

Es wäre exzellent, wenn sich Brasilien und Deutschland am 9. Juli im Endspiel treffen würden, aber die Favoriten sind Brasilien und Argentinien, sagte der Bundestrainer beim 2. brasilianischen Fußball-Forum in Rio de Janeiro.

Die deutsche Mannschaft könne nur mit ein bisschen Glück zum vierten WM-Titelgewinn kommen, meinte der vom brasilianischen Carlos Alberto Parreira als Gastredner eingeladene Klinsmann. Erst in etwa fünf Jahren würde das DFB-Team seine volle Leistungsstärke entwickeln, Talente wie Bastian Schweinsteiger oder Lukas Podolski brauchen noch etwas Zeit. Parreira entgegnete indes: Deutschland ist einer der ganz großen Favoriten und einer der Hauptgegner Brasiliens.

Unmittelbar nach dem Kongress, bei dem auch die ehemaligen brasilianischen Weltmeister-Trainer Mario Zagallo und Luiz Felipe Scolari referierten, reiste Klinsmann nach Frankfurt, wo er am Nachmittag des 2. Dezember ankam. Im Mittelpunkt seines neuntägigen Deutschland-Besuchs steht die WM-Auslosung am 9. Dezember in Leipzig. Zuvor hat sich der 41-Jährige für den Tag seiner Ankunft beim Süd-Schlager zwischen dem VfB Stuttgart und Bayern München angemeldet.

Darüber hinaus seien der Besuch von zwei Champions-League-Begegnungen und wichtige Gespräche geplant, teilte der DFB mit. Am 8. Dezember wird Klinsmann in Leipzig beim Workshop der WM-Starter und beim außerordentlichen DFB-Bundestag erwartet.

Der brasilianische Fußball-Star Jorginho hingegen glaubt, dass Deutschland im eigenen Land Weltmeister wird. Der Heimvorteil mache das DFB-Team zum Favoriten, sagte der Weltmeister von 1994 der Neuen Osnabrücker Zeitung. Deutschlands Spieler werden diese einzigartige Atmosphäre am meisten spüren. Und mit Klinsmann hat der DFB den richtigen Trainer geholt. Er weiß, wie man mit einer Mannschaft bei der Weltmeisterschaft umgehen muss, erklärte Jorginho. Momentan ist der 41-Jährige, der in der Bundesliga für Bayer Leverkusen und Bayern München gespielt hat, als Trainer in der dritten brasilianischen Liga tätig.


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