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Bommer kontra Maurer: Brisantes Zweitliga-Duell | 2005-12-08


München - Der TSV 1860 München steht in der 2. Fußball-Bundesliga noch auf einem Aufstiegsplatz, aber die schwache Heimbilanz und das bevorstehende Gastspiel in Saarbrücken lassen bei den Löwen die Alarmglocken läuten.

Trainer Reiner Maurer strich den Profis nach der 1:4-Schmach gegen die SpVgg Unterhaching ihren freien Tag und stimmte seine Mannschaft mit verschärften Übungseinheiten und deutlichen Worten auf die Partie im Ludwigspark ein. Dort feiert FCS-Coach Rudi Bommer gut ein Jahr nach seiner Entlassung ein Wiedersehen mit den Sechzigern.

Ich hoffe, dass auf ein schlechtes wieder ein gutes Spiel folgt, sagte Maurer vor dem 16. Spieltag. Er verliert wenig Gedanken an das brisante Duell mit seinem Vorgänger. Dagegen hat Bommer, der am 4. Dezember des vorigen Jahres nach der 1:5-Pleite gegen Aachen seinen Posten an Co-Trainer Maurer verlor, den Rauswurf und die abfälligen Äußerungen seines Nachfolgers über den Fitnesszustand der Mannschaft wohl noch nicht ganz verdaut. Bommer will beweisen, dass es ein Fehler war, ihn zu entlassen, vermutet 1860-Präsident Karl Auer.

Maurer, dessen Vertrag im Januar verlängert werden soll, muss in Saarbrücken Teil eins des von Manager Roland Kneißl gesetzten Ultimatums (Zwei Siege bis zur Winterpause sind Pflicht) erfüllen und hofft dabei auf die Auswärtsstärke seines Teams, das in der Fremde bereits 16 Punkte sammelte. Die Saarländer haben mit dem 3:2-Erfolg in Offenbach neuen Mut im Abstiegskampf geschöpft und wollen mit der am Bieberer Berg erfolgreichen Kontertaktik ihren ersten Heimsieg in dieser Saison landen.

Bereits zuvor steht beim Kellerderby zwischen LR Ahlen und dem seit zehn Spielen sieglosen Dynamo Dresden sowie der Begegnung FC Erzgebirge Aue - SC Paderborn der Kampf um den Klassenverbleib im Blickpunkt. Auch Hansa Rostock hat jeden Zähler nötig, um wieder nach oben zu kommen. Mit der Empfehlung von vier Spielen ohne Niederlage empfangen die Hanseaten die SpVgg Greuther Fürth, die ihrerseits mit einem Sieg erstmals in dieser Saison die Tabellenführung übernehmen könnte.

Die Rückkehr auf einen Aufstiegsplatz hat Energie Cottbus ins Visier genommen. Ein Dreier ist gegen Kickers Offenbach, das mit fünf Niederlagen in Serie in der Lausitz aufkreuzt, Pflicht. Auch der Karlsruher SC will nach zwei Niederlagen hintereinander mit einem Sieg gegen Spitzenreiter VfL Bochum wieder ins Rennen um die vorderen Plätze eingreifen. Für Wacker Burghausen (gegen Siegen) und Unterhaching geht es um den Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Haching könnte mit einem weiteren Drei-Punkte-Erfolg den Vereinsrekord von fünf Siegen in Serie aus dem Jahr 1998/99 einstellen.

Zum Abschluss des vorletzten Spieltags vor der Winterpause treffen im Freiburger Dreisamstadion mit dem Sportclub und Alemannia Aachen zwei Aufstiegskandidaten aufeinander. Der SCF ist als einziger Zweitligist zu Hause noch ungeschlagen.


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