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MSV-Übergangscoach Scholz kampfeslustig | 2005-12-09


Duisburg - Im ersten Spiel ohne seinen ehemaligen Trainer Norbert Meier, der nach der Kopfstoß-Affäre beurlaubt worden war, steht Fußball-Bundesligist MSV Duisburg unter Erfolgsdruck.

Die ganze Mannschaft ist über die Trennung von Meier enttäuscht. Wir verdrängen die Vorkommnisse aber, für uns zählt nur ein Sieg, sagte Meiers bisheriger Assistent Heiko Scholz, der den Tabellen-17. im Spiel gegen Arminia Bielefeld betreut.

Der 38 Jahre alte frühere Profi sieht sich in der Pflicht, mit seinem Team Punkte für den Klassenverbleib zu holen. Ich fühle mich weiterhin als Co-Trainer und stelle mich voll in den Dienst des Vereins, sagte Scholz. Er hofft allerdings darauf, die Mannschaft auch beim abschließen Rückrundenspiel am 17. Dezember in Mainz zu betreuen: Warum nicht, wenn wir Bielefeld schlagen.

Bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer ist der MSV-Vorsitzende Walter Hellmich noch nicht weiter gekommen. Es gibt keinen neuen Stand, wir nehmen uns viel Zeit und spekulieren nicht herum, sagte Hellmich. Eine längerfristige Verpflichtung von Scholz als hauptverantwortlicher Coach sei zwar nicht vorgesehen, Hellmich bestätigte aber, dass Scholz sehr kampfeslustig auftritt.

Meier hat seinem langjährigen Assistenten derweil viel Glück gewünscht. Wir haben telefoniert, das hat mich sehr gefreut, meinte Scholz. Meier bestätigte, dass er weiter mit ganzem Herzen am MSV hängt. Selbstverständlich drücke ich dem Team gegen Bielefeld die Daumen. Zur bevorstehenden Verhandlung vor dem Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wollte sich Meier nicht äußern: Das ist ein schwebendes Verfahren, zu dem ich nichts sagen möchte. Es sei aber schön, Rückendeckung zu erhalten: Mein Telefon steht nicht still, viele Spieler und Kollegen unterstützen mich.

Mit einem Erfolg gegen Bielefeld kann der MSV die Abstiegsränge verlassen. Scholz muss neben einigen Langzeitverletzten allerdings auf Alexander Bugera (Muskelfaserriss), Marino Biliskov (Rückenprobleme) und Thomas Baelum (Gelbsperre) verzichten. Zudem bangt der MSV um die angeschlagenen Markus Anfang, Abdelaziz Ahanfouf und Uwe Möhrle.


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