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Wolfsburg rutscht weiter ab - Trap zufrieden | 2005-12-11


Wolfsburg - Keine Tore, keine Punkte und doch Hoffnung: Auch nach dem siebten sieglosen Spiel in Serie und trotz der schlechtesten Zwischenbilanz seit sieben Jahren hält Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg an seinem Kurs und an Trainer Holger Fach fest.

Der Baum brennt nicht. Es wird keine Trainerdiskussion losgehen, bekräftigte Manager Thomas Strunz nach dem 0:1 (0:0) gegen den VfB Stuttgart unbeirrt von der öffentlichen Debatte, die schon vor der ersten Heimniederlage in der laufenden Saison in vollem Gange war.

Strunz führte für seinen Standpunkt durchaus nachvollziehbare Argumente an. Wir waren die bessere Mannschaft. Sie hat über 90 Minuten alles versucht, sagte er. Anders als beim 1:5 vor Wochenfrist beim FSV Mainz 05 präsentierte sich die umformierte Elf kämpferisch wesentlich engagierter, hatte optische Vorteile und vor 22 686 am Ende erneut frustrierten Zuschauern auch die besseren Chancen.

Was fehlte, waren wie so oft in dieser Saison die Tore. Wir haben uns genügend Möglichkeiten herausgearbeitet, sie aber erneut nicht genutzt, sagte Fach sichtlich genervt. Nationalspieler Mike Hanke ging mit sich ins Gericht. Stürmer werden an Toren gemessen. Ich habe erneut nicht getroffen. Das sagt alles, erklärte der frühere Schalker enttäuscht. Auch Sturmkollege Diego Klimowicz, der mit acht Toren mehr als die Hälfte der 15 Wolfsburger Saisontreffer erzielt hat, wusste sich kaum einmal Erfolg versprechend in Szene zu setzen.

So mussten vor dem letzten Hinrundenspiel am kommenden Wochenende beim 1. FC Kaiserslautern Durchhalteparolen herhalten, um die Winterpause wenigstens einigermaßen unbeschadet zu erreichen. Wir können dort gewinnen. Wir werden alles daran setzen, um dort erfolgreich zu sein, bekräftigte Strunz. Er setzt wie Fach auf die Rückrunde, auf die sich die in der Sommerpause sehr spät zusammengestellte Mannschaft erstmals komplett vorbereiten kann.

Das Saisonziel UEFA-Cup haben die Wölfe trotz der anhaltenden Misere noch nicht aus den Augen verloren. Bis zu Platz fünf sind es nur sieben Punkte, sagte Manager Strunz. Er hofft auf das Wiedererstarken einiger indisponierter Leistungsträger. Wir haben noch sehr viele Spiele. Da ist noch alles möglich, meinte Hanke.

Solche Rechenspiele muss der auswärts immer noch unbezwungene VfB Stuttgart nicht anstellen. Trainer Giovanni Trapattoni nähert sich nach dem vierten Saisonsieg immer mehr dem von der Vereinsführung geforderten Soll. Wir hatten heute das Quäntchen Glück, das uns in den vergangenen Wochen und Monaten so häufig gefehlt hat, sagte Trap, der ein gutes Händchen hatte. Der erst kurz zuvor eingewechselte Silvio Meißner schoss die Schwaben nach 62 Minuten zum Sieg und ließ die Hoffnung auf ein beschauliches Fest steigen.

Davor hält der Spielplan für den VfB aber noch eine schwere Aufgabe bereit. Am letzten Spieltag der Hinrunde kommt Vizemeister Schalke 04 ins Gottlieb-Daimler-Stadion. Wir müssen alles tun, um die Spannung aufrecht zu erhalten, mahnte Trapattoni vor zu großer Euphorie.


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