Nürnberg - Aufatmen beim 1. FC Nürnberg: Dank zweier Treffer von Stefan Kießling siegten die Franken mit 2:1 (1:0) gegen Aufsteiger 1. FC Köln und beendeten mit dem ersten Saisonsieg ihre Negativ-Serie in der Fußball-Bundesliga.
Mit seinen beiden Toren in der 32. und 67. Minute rettete Kießling seinem Trainer Wolfgang Wolf wohl vorerst den Job. Für Köln traf der eingewechselte Patrick Helmes (76.). In der Tabelle kletterte Nürnberg vom letzten Tabellenplatz auf Rang 15. Die harmlos agierenden Kölner mussten vor 27 418 Zuschauern im Frankenstadion die dritte Niederlage in Serie einstecken. Es war ein wichtiger Schritt, ob es schon die Wende war, werden wir sehen, sagte Torschütze Kießling. Trainer Wolf ergänzte: Noch haben wir nichts erreicht. Jedoch sei der Erfolg bitter nötig für die Mannschaft und für mich gewesen.
Das war ein verdienter Sieg für Nürnberg, erkannte Kölns Coach Uwe Rapolder. Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen. Das war unser schlechtestes Spiel in der Saison. Der Gegner habe ums Überleben gekämpft, sagte Rapolder. Wenn wir nicht aufpassen, wird es uns genauso gehen, warnte er.
Wolf hatte auf die zuletzt abstiegsreife Leistung des Teams mit der Ausmusterung einiger Profis reagiert und Nachwuchsspieler aus der Bayernliga-Mannschaft in den Kader berufen. Außerdem war er mit den Spielern in ein kurzfristig anberaumtes Trainingslager gereist - eine Maßnahme, die Erfolg zeigte. Nürnberg trat im Spiel geschlossen und energisch auf. Bei den Rheinländern war auch Nationalstürmer Lukas Podolski einsatzfähig. Wegen seiner Oberschenkel-Verletzung wurde erst kurz vor dem Anpfiff grünes Licht gegeben.
Die Hausherren begannen engagiert, dem Team merkte man das Bemühen, im heimischen Stadion endlich den ersten Sieg der Spielzeit einzufahren, deutlich an. Und die schwache Kölner Defensive machte es den Gastgebern recht einfach: Kießling, der zu den Besten auf dem Platz zählte, gelang nach einem Freistoß von Mario Cantaluppi der verdiente Führungstreffer. Auch danach konnte der Club die besseren Chancen für sich verbuchen, Kießling (39.) etwa schoss nach Flanke von Markus Schroth nur haarscharf am Tor vorbei.
Zu Beginn der zweiten Hälfte spielte Köln zwar etwas lebhafter, aber auch der Club ließ zunächst nicht nach. Der Sieg schien klar, als erneut Kießling - diesmal nach Vorarbeit von Ivica Banovic - zum 2:0 traf. Er hat Podolski in allen Bereichen in den Schatten gestellt, erteilte Wolf dem 21 Jahre alten Stürmer ein Sonderlob. Während Nürnberg sich nach dieser scheinbar sicheren Führung auf Konter beschränkte, nutzte Helmes eine Freistoß-Vorlage von Markus Feulner zum Anschlusstreffer.
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