Frankfurt/Main - Jermaine Jones hat Aufsteiger Eintracht Frankfurt den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga beschert.
Dank des Treffers ihres Kapitäns kamen die Hessen vor 40 000 Zuschauern in der Commerzbank Arena zu einem verdienten 1:0 (0:0)-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg und gaben die Rote Laterne des Tabellenletzten ab. Der Club wartet dagegen weiter auf das erste Erfolgserlebnis in dieser Saison. Wir wollten unbedingt gewinnen, denn wir wussten, was im Falle einer Niederlage in Frankfurt los gewesen wäre, sagte Jones.
Nach einer verschlafenen ersten Halbzeit wachten die Gastgeber im zweiten Durchgang auf und erhöhten den Druck auf die bis dahin kaum geforderte Nürnberger Abwehr. Einen Kopfball von Ioannis Amanatidis fischte FCN-Torwart Raphael Schäfer aus dem Eck (51.), fünf Minuten später traf Eintracht-Abwehrspieler Marko Rehmer per Kopf nur den Pfosten. Mehr Glück hatte dann Jones, der den Ball nach Vorlage von Amanatidis mit einem herrlichen Direktschuss in den Winkel hämmerte.
Auch nach der Führung blieben die Frankfurter das bestimmende Team und hätten den Sieg bei Chancen für Amanatidis (72.) und erneut Rehmer (81.) sogar noch höher gestalten können. Ich bin natürlich sehr zufrieden. Das Spiel ist so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten, erklärte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel. FCN-Coach Wolfgang Wolf stand die Enttäuschung dagegen ins Gesicht geschrieben. Wir hatten zu wenig Durchsetzungsvermögen. Dem Gegentor ging ein individueller Fehler voraus, was will man da machen. Das ist deprimierend, sagte Wolf.
Dabei hatten sich die Hausherren gegen die harmlosen Nürnberger im Aufbauspiel zunächst sehr schwer getan und sich mit einer Vielzahl von Fehlpässen immer wieder selbst aus dem Konzept gebracht. Lediglich bei Standardsituationen gerieten die Gäste im ersten Durchgang in Gefahr, doch Rehmer köpfte zwei Mal über das Tor. Alexander Meier scheiterte in der 38. Minute mit einem Kopfball aus fünf Metern am glänzend reagierenden Schäfer.
Der Club bot in der Offensive nur wenig Konstruktives und enttäuschte auf der ganzen Linie. Tor-Phantom Marek Mintal blieb blass und trat nur bei einem Freistoß aus knapp 25 Metern in Erscheinung, den Nikolov genauso parierte wie einen Schuss von Lars Müller (63.). Im Angriff war zu wenig los. Ich weiß nicht, was mit unseren Stürmern los ist, kritisierte Nürnbergs Präsident Michael A. Roth.
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