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Arminen schimpfen auf Schiri - Meier-Doppelpack | 2005-11-06


Frankfurt/Main - Alexander der Große gab sich kleinlaut. Über die WM mache ich mir gar keine Gedanken, sagte Alex Meier, der mit seinem ersten Bundesliga-Doppelpack maßgeblich am 3:0 (1:0)-Heimsieg von Eintracht Frankfurt gegen Arminia Bielefeld beteiligt war.

Obwohl der 1,96 Meter große Angreifer bereits vor den Augen von Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit zwei Treffern im DFB-Pokalspiel gegen den FC Schalke 04 auf sich aufmerksam gemacht hatte, bremste auch sein Vereinscoach die Euphorie um den Hoffnungsträger. Er hat zwei Tore gemacht, aber wenn er richtig gut gespielt hätte, hätte er noch sein drittes erzielt. Er soll erstmal eine konstante Form über 34 Spiele bringen, sagte Friedhelm Funkel.

Über eine noch höhere Niederlage hätten sich die Bielefelder, die sich vor allem über Schiedsrichter Michael Weiner (Hasede) echauffierten, indes nicht beschweren können. Eintracht-Torwart Oka Nikolov verlebte in der mit 33 500 Zuschauern gefüllten Commerzbank-Arena einen langweiligen Nachmittag, seine Vorderleute vergaben gegen Ende der über weite Strecken niveauarmen Partie weitere Top-Chancen. Allerdings kam der Frankfurter Angriff gegen die seit über 22 Jahren im Duell mit den Hessen in der Bundesliga sieglosen Ostwestfalen nur schwer in Fahrt.

Die Führung war recht glücklich, befand denn auch Meier über den verwandelten Freistoß durch Francisco Copado (36.). Drei Minuten nach der Pause legte Meier nach. Erst mit dem Fuß und weitere sechs Minuten später mit dem Kopf - zum ersten Mal im Oberhaus. Bei meiner Größe sollte ich eigentlich mehr davon machen, meinte der 22-jährige. Nach dem verheerenden Saisonstart mit sechs Niederlagen in neun Spielen ist der Aufsteiger auf dem Vormarsch. Im Augenblick sieht es bei uns sehr optimistisch aus, stellte Frankfurts Vorstandsvorsitzender und Ex-Bielefeld-Manager Heribert Bruchhagen erfreut fest und orakelte: Mit den Punkten, die wir jetzt haben, sind die Chancen auf weitere noch vor der Winterpause viel größer.

Die Bielefelder, bei denen der zuletzt umjubelte Stürmer Sibusiso Zuma nur 16 Stunden nach der Geburt seiner Tochter Ashenda keine weiteren Glücksmomente erleben durfte, wollen vor Weihnachten keine weiteren Geschenke verteilen. Bevor die Ostwestfalen den Blick auf die Partie gegen Tabellenführer und Titelverteidiger Bayern München richteten, wurde Referee Weiner zur Zielscheibe.

Kritisiert man die Schiedsrichter, fangen sie das Heulen an und treten um sich, meinte Torwart Mathias Hain, der sich kurz vor Schluss wegen Meckerns die Gelbe Karte einhandelte. Trainer Thomas von Heesen sprach bei Copados Tor von einem Freistoß, der keiner war. Auch den Eckball vor dem 3:0 kreideten die Gäste Weiner als Fehlentscheidung an. Dennoch räumte von Heesen ein: Der Sieg der Frankfurter geht grundsätzlich in Ordnung. Die Arminia werde den Kopf nicht in den Sand stecken und nun er erstmal Kraft tanken für das Spiel gegen die Bayern. Darauf freuen wir uns schon, meinte von Heesen schmunzelnd.


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