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Cottbus im Pokal erneut in Essen gescheitert | 2007-08-05


Essen - Erneute Bauchlandung für den FC Energie Cottbus gegen Rot-Weiss Essen: Wie in der vergangenen Saison scheiterten die Lausitzer in der 1. DFB-Pokal-Runde an der Essener Hafenstraße. Die Cottbuser verloren mit 7:8-(2:2, 1:1, 1:0) nach Elfmeterschießen gegen den Regionalligisten.

Gegen die zwei Klassen tiefer spielende RWE-Elf, die zum Saisonstart eine bittere 1:4-Niederlage gegen Rot-Weiß Oberhausen hinnehmen musste, blieb die Mannschaft von Energie-Coach Petrik Sander ihre Bundesliga-Reife schuldig. Nach den Abgängen der beiden rumänischen Torjäger Vlad Muntenau und Sergiu Radu sowie Abwehrchef Kevin McKenna hat Sander noch keine homogene Einheit geformt. Zudem hält der Trainer weiterhin die Torwartfrage offen. Stammkeeper Tomislav Piplica saß in Essen nur auf der Bank. Doch den im Vorjahr nur in einem Bundesliga-Spiel zum Einsatz gekommen Gerhard Tremmel hat Sander noch nicht zur Nummer 1 erklärt. Er hat heute gut gehalten. Was im nächsten Spiel passiert, werde ich diese Woche entscheiden, sagte Sander.

An Tremmel lag es nicht, dass die Lausitzer aus dem 1:0 durch den ehemaligen RWE-Profi Francis Kioyo (9. Minute) kein Kapital schlugen. Erst als Rafael Kazior (47.) und der überragende Sercan Güvenisik in der Verlängerung (103.) Essen in Führung gebracht hatten, rettete Dimitar Rangelow mit seinem Treffer (112.) Cottbus wenigstens in die Verlängerung. Vielleicht ist uns der frühe Führungstreffer nicht bekommen. Das ist eine Kopfsache, wenn man den Gegner beherrscht und nicht nachlegt, monierte Sander.

Mann des Tages bei RWE war der 21 Jahre alte Vincent Wagner, der in der vergangenen Saison noch für Eintracht Schwerin in der Verbandsliga gespielt hat. Der eingewechselte Stürmer verwandelte den entscheidenden Elfmeter zum 8:7-Endstand. Das war schon ein geiles Gefühl, meinte Wagner. Zuvor konnte RWE-Keeper Daniel Masuch die Elfmeter von Mariusz Kukielka und Zoltan Szelesi abwehren.

Das war ein Sieg des Kollektivs. Die Jungs sind für ihren unglaublichen Aufwand belohnt worden, sagte Trainer Heiko Bonan. Für den neuen RWE-Coach war das Erfolgserlebnis nach dem verpatzten Meisterschafts-Start eine Genugtuung. Es war extrem wichtig, dass die Mannschaft zeigen konnte, dass nicht alles verkehrt war, was wir gemacht haben. Von diesem Erlebnis wird das Team getragen, meinte Bonan.


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