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Kiel patzt - St. Pauli und Essen rücken auf | 2005-11-13


Leipzig - Der FC Carl Zeiss Jena sorgt weiter für Furore in der Fußball-Regionalliga Nord. Im Spitzenspiel des 17. Spieltages erkämpfte sich der Neuling gegen Tabellenführer VfB Lübeck ein 0:0 und blieb damit auch zum siebenten Mal in Serie ungeschlagen.

Während die enttäuschenden Lübecker trotz der Punktverluste ihre Spitzenstellung verteidigten, rutschten die Thüringer ab. Der FC St. Pauli verdrängte den Aufsteiger durch ein 2:1 beim 1. FC Köln II vom dritten Platz. Holstein Kiel hatte zu Hause gegen Kickers Emden nur ein 2:2 erreicht und damit den Sprung auf Platz eins verpasst.

Vor 7074 Zuschauern im Ernst-Abbe-Sportfeld waren die engagierten Jenaer gegen Lübeck die bessere Mannschaft, versäumten aber, aus ihrer Überlegenheit Kapital zu schlagen. Wir können mit dem Punkt hochzufrieden sein, konstatierte denn auch Lübecks Abwehrchef Dietmar Hirsch nach dem glücklichen Remis in der insgesamt schwachen Partie.

Der FC St. Pauli nutzte das Schwächeln der Spitzenteams, um auf zwei Punkte an die Aufstiegsplätze heran zu rücken. Die Hamburger gewannen trotz frühen Rückstands in Köln noch mit 2:1. Es war ein leidenschaftliches Spiel. Nur unser drittes Tor fehlte für die endgültige Sicherheit, urteilte Gästetrainer Andreas Bergmann.

Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Essen nahm ebenfalls wieder mehr Tuchfühlung zu den vorderen Rängen auf. Der Tabellenfünfte hat nach dem 2:1-Erfolg über den Hamburger SV II nur noch vier Zähler Rückstand auf die Aufstiegsplätze, die der VfL Osnabrück nach dem 2:0-Sieg gegen Zweitliga-Absteiger FC Rot-Weiß Erfurt auch wieder in Sichtweite hat. Die erste Halbzeit war sehr ordentlich, dann sind wir etwas zu passiv geblieben, urteilte VfL-Trainer Claus-Dieter Wollitz. Er ärgerte sich ebenso wie Übeltäter Markus Feldhoff über dessen Rote Karte wegen angeblicher Tätlichkeit. Nichts lag mir ferner als ein Foul, beteuerte Kapitän Feldhoff.

Im Abstiegskampf gelang Rot-Weiß Oberhausen ein wichtiges 2:1 bei Preußen Münster. Zwei Mal traf Sead Mehic für den Absteiger, dessen Trainer Harry Pleß danach einfach nur überglücklich war. Münsters Coach Collin Bell appellierte hingegen an sein Team: Wir müssen die Handbremse jetzt loslassen. Uns fehlte der absolute Biss.


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