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Adios Julio: Cesar feiert zum Abschied Samba-Party | 2005-11-13


Dortmund - Auch ohne Argentiniens Superstar Diego Maradona hat der ehemalige Fußball-Profi von Borussia Dortmund, Julio Cesar, sich mit einer rauschenden Samba-Party von den BVB-Fans verabschiedet.

35 000 Zuschauer sahen eine unterhaltsame Gala zwischen der mit früheren Weltklassespielern gespikten Auswahl Julio and Friends und dem BVB-Team, das 1997 mit dem Brasilianer Cesar die Champions League gewann. Die Partie endete nach Toren von Ailton (8.), Andreas Herzog (45.), Rene Schneider (48.), Heiko Herrlich (54.), Giovane Elber (70.) sowie Bernardi (73.) und Roger Milla (80.) mit einem 5:2-Sieg für Cesars Weltauswahl.

Alle Borussen sind stolz, dass du fünf Jahre die schwarz-gelben Farben getragen hast und deinen Abschied hier in Dortmund feierst, rief BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dem 42 Jahre alten Cesar zu, der von 1994 bis 1999 für die Westfalen aktiv und auch an den beiden deutschen Meistertiteln 1995 und 1996 beteiligt war. Die Fans ließen sich die gute Laune auch nicht durch das Fernbleiben von Maradona verderben.

Der nach Drogen- und Alkoholexzessen genesene Argentinier hatte seinem Freund Julio Cesar sein Kommen fest zugesagt, ließ sein Gastspiel aber kurzfristig platzen. Per e-mail teilte der 45-jährige Weltmeister von 1986 mit, er werde nur gegen eine Gage von 200 000 US-Dollar anreisen. Doch die Forderung stieß auf taube Ohren, und Cesar war bitter enttäuscht den Tränen nahe. Von der Absage wurde auch ARD-Talker Reinhold Beckmann überrascht, der eigentlich die für den 14. November mit Entertainer Harald Schmidt und Maradona geplante TV-Sendung aufzeichnen wollte.

Dennoch wurde Cesar und das von Trainer Ottmar Hitzfeld betreute vollzählig angetretene 1997er BVB-Team von Beginn an mit Sprechchören und La Ola gefeiert. Zwar brannten die zum Teil in die Jahre gekommenen Stars wie Claudio Taffarel, Careca, Jorginho, Paulo Sergio, Carlos Dunga oder Andreas Herzog, Bernd Schuster und Roger Milla kein Feuerwerk ab, doch für Nostalgiker waren ihr Kombinationsspiel und Kabinettstückchen sehenswert.


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